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Mettmann: Gedenken an Kirchweihe

Mettmann : Gedenken an Kirchweihe

Vor 25 Jahren weihte der Bischof von Essen, Dr. Hubert Luthe, St. Mariä Himmelfahrt in Unterbach.Zum Silberjubiläum wurde das Pontifikalhochamt gefeiert. Wiedersehen mit Pfarrer Klemens Kunst.

ERKRATH/UNTERBACH Mit Zuneigung, Dankbarkeit und Stolz empfing die katholische Kirchengemeine St. Mariä Himmelfahrt in Unterbach den 82-jährigen Alt-Bischof von Essen Dr. Hubert Luthe. Anlass seines Besuchs war das 25-jährige Silberjubiläum der Kirchweihe des Gotteshauses. Luthe, damals Weihbischof in Köln, hatte im Juni 1983 die Weihe vorgenommen. Jetzt konnte er zum feierlichen Pontifikalhochamt mit anschließendem Pfarrfest wieder nach Unterbach kommen. Mit ihm war auch Karl Klemens Kunst, ehemaliger Pfarrer der Unterbacher Gemeinde, gekommen. Vor 25 Jahren war Kunst auch schon im Dienst und Zeuge der Weihe. Die drei Erkrather und Unterbacher Geistlichen, Pfarrer Günter Ernst, Pfarrvikar Suitbert Junior und Diakon Georg Braun, zelebrierten das Hochamt mit. Die Kirche war so voll, dass für einige Besucher nur noch Stehplätze übrig blieben.

Eingangssegen schon 1964

Tatsächlich hatte das Gotteshaus in Unterbach seinen Eingangssegen schon 19 Jahre früher erhalten. Denn der Architekt Josef Lehmbrock schloss den Bau der Kirche St. Mariä Himmelfahrt am Wittenbruchplatz bereits 1964 ab. Bis zum Jahre 1983 waren die Unterbacher zufrieden mit Gottes Segen für ihren Neubau. Pfarrer Kunst aber, seit 1975 in dieser Gemeinde tätig, hat dann zusammen mit dem damals zuständigen Dechanten Noelke aus Haan für die bischöfliche Weihe gesorgt.

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Zum Gedenken der 100-jährigen Weihe der ehemaligen Pfarrkirche an der Gerresheimer Straße in Unterbach, die 1967 abgerissen worden war, hatte Kunst den „Weihe-Gedanken“ für die neue Kirche. „Der Segen ist wichtig,“ sagte Pfarrer Kunst jetzt auf dem Pfarrfest nach der Heiligen Messe, „aber die Weihe geht tiefer“. Nur ein Bischof könne die Weihe einer Kirche vornehmen. Kunst erlebt jetzt seinen Ruhestand in Wülfrath. In die dortige Gemeinde ist er als Seelsorger eingebunden. „Zwei Messen lese ich pro Woche, mache Besuche und manchmal auch eine Trauung“, sagt er. Und den Ruhestand könne man genießen.

„Bin ich nach 25 Jahren noch derselbe Mensch?“ hatte der Alt-Bischof in seiner Predigt gefragt. „Ist mein Glaube noch derselbe?“ Für die Ewigkeit ist dieser Zeitraum unbedeutend, aber für uns selbst sei es eine lange Zeit. Reifen könne der Mensch und weiser werden, seinen Glauben könne man stärken und auf der Suche sein nach dem, was bleibt.

Am Schluss des feierlichen Hochamtes war der evangelische Pfarrer Carsten Kern mit seiner Gemeinde in die katholische Kirche gekommen, um den Katholiken ein Segenslied zu widmen. Kern kam im Talar und begleitete die Lieder mit seiner Gitarre. Den Glückwunsch der Protestanten zum Kirchweihfest nahmen Messebesucher und Geistlichkeit dankbar entgegen. Vor seinem Abschluss-Segen beglückwünschte Alt-Bischof Luthe die Unterbacher zu dieser lebendigen Ökumene.

(RP)