An(ge)dacht Erwartungen

Mettmann · Am 18. März sollen im Erzbistum Köln die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchung vorgestellt werden. Fünf Tage später, am 23. März, sollen dann erste Ergebnisse und Konsequenzen verkündet werden.

 Max Moll ist Jugendseelsorger des Kreisdekanats Mettmann.

Max Moll ist Jugendseelsorger des Kreisdekanats Mettmann.

Foto: Katholische Kirche Mettmann

Mit diesen beiden Tagen werden teilweise unerfüllbare Erwartungen verbunden. Manche Menschen machen den 18. März zum „Tag, an dem sich alles entscheiden wird“. Andere sehen diesen Tag als „letzte Chance für das Erzbistum“. Und wieder andere erwarten „nichts mehr von der katholischen Kirche“. Ich selbst weiß nicht, was ich erwarten soll. Natürlich habe ich auch Hoffnungen, Fragen und wünsche mir auch klare Antworten. Aber es existieren so viele Unwägbarkeiten, so viel Unbekanntes, das ich nicht überblicken kann. Und da hilft es mir, meine Erwartungen abzuwägen und mir vor allem klar zu machen: „Gott, es sind immer noch deine Menschen.“ Das bedeutet nicht, sich in Gleichgültigkeit zurückzuziehen, nichts gegen Unrecht zu tun oder angesichts von Leid zu schweigen. Es braucht Gott und es braucht uns. Das heißt auch, darauf zu vertrauen, dass Gott nicht alles regelt, aber den Rest.