Wülfrath: Führungsschwäche schon 2005 zu sehen

Wülfrath: Führungsschwäche schon 2005 zu sehen

Alle Ratsfraktionen sind mit der Amtsführung von Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff alles andere als zufrieden. Nach der Initiative des CDU-Parteivorstandes, der die Fraktion beauftragt hat, einen Abwahlantrag einzubringen, besteht in allen fünf Fraktionen noch Beratungsbedarf, um über weitere Vorgehen zu besprechen. Dies ergab eine Umfrage bei Vertretern von CDU, SPD, DLW, FDP und Grüne/WWG, die sich zu einer informellen Runde für gestern Abend verabredet hatten.

Die Kritik an der Bürgermeisterin sei seit langem Thema, sagte Gerd Rammes (CDU). "Wir hatten die Hoffnung auf Besserung nicht aufgegeben. Die Partei hat uns gezwungen, nun Farbe zu bekennen." Die Fraktion werde sich am Montag treffen und alle Aspekte ausleuchten. Gebe es eine Mehrheit für den Abwahlantrag, werde er gestellt. "Der Rat muss sich jetzt als Organ beweisen", sagte Manfred Hoffmann (SPD). Gäbe es keine Zweidrittel-Mehrheit, sei dies ein Armutszeugnis. "Ihre Führungsschwäche war 2005 schon zu sehen." Hoffmann erwartet, dass die CDU nun mit allen Parteien redet.

Die DLW werde wohl gegen den Abwahlantrag votieren, sagte Jürgen Hackenberg (DLW). "Auch wenn die Bürgermeisterin nicht gut für Wülfrath ist, wir sehen keine Alternativen." Auch die DLW merke, dass Lorenz-Allendorff der schweren Situation nicht gewachsen ist. "Sie muss mutig Anstöße geben."

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"Wir teilen die Kritik. Wir haben aber Zeit bis zur Ratssitzung im August und wollen noch beraten", sagte Hans-Peter Altmann (FDP).

Die Fraktion von Grüne/WWG will sich noch abstimmen und ein Gespräch mit der Bürgermeisterin führen, sagte Petra Weskott. "Wir können uns eine weitere Zusammenarbeit vorstellen, wenn sie einen Katalog konkreter Maßnahmen vorstellt, den sie abarbeitet."

(RP)
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