Erkrath: Frühlingsfest tischt Internationales auf

Erkrath : Frühlingsfest tischt Internationales auf

Der Erkrather Integrationsrat lud ein zum Miteinander und Kennenlernen. Tänze, Essen und Gespräche lockten die Besucher.

Gemeinsam Integration feiern war das Motto des Frühlingsfestes, welches der Erkrather Integrationsrat organisiert hatte. Am Samstagnachmittag konnten Besucher im Bürgerhaus Hochdahl mit Mitgliedern verschiedener Vereine, die Integration fördern, ins Gespräch kommen und Landesspezialitäten genießen. Dazu gab's ein buntes Programm.

Neben anatolischen Volkstänzen führten Kinder der Erkrather Gemeinschaftsgrundschule Auszüge aus dem Musical Tuishi Pamoja auf, in dem das Anfreunden der verfeindeten Zebras und Giraffen beschrieben wird. "Da sieht man, dass eine Begegnung unterschiedlicher Kulturen überall möglich ist — sogar in der Savanne", lobte Mohammed Assila, Lehrer marokkanischer Herkunft und Gewinner des ersten Integrationspreises des Integrationsrats. Weitere Preisträger sind Thomas Laxa, Leiter des Projekts "Integration durch Teamgeist", das sozial Schwachen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund kostenfreies Fußballtraining ermöglicht, und der Fußballverein SC Rhenania Hochdahl. Solche Projekte und Einrichtungen zeigen eindrucksvoll, wie stark erfolgreiche Integration mit den verschiedenen Lebensbereichen eines Migranten verknüpft ist.

"Integration sollte bestenfalls bereits im Kindesalter beginnen", sagte Konstantin Lajios, Vorsitzender des Integrationsrats. Es sei wichtig, dass sie in allen Lebensbereichen stattfinde. "Jeder kann seinen Beitrag für erfolgreiche Integration leisten: sei es im Beruf oder im privaten Umfeld", erklärte Lajios.

Bürgermeister Arno Werner forderte die Besucher auf, im Alltag vernünftig miteinander umzugehen. "Alle Bevölkerungsgruppen einer Stadt sollten miteinander leben können und wollen", sagte er.

In Erkrath haben viele Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund ein offenes neues Zuhause gefunden. Die 35-jährige Rachida El Khabbachi ist in Erkrath aufgewachsen, ihre Familie kommt aus Marokko.

Sie ist Mitglied in der Frauengruppe des Marokkanischen Kulturvereins. In Erkrath fühlt sie sich schon immer zu Hause und voll integriert. "Ich denke, dass die Stadt sich sehr stark für Integration einsetzt", sagte El Khabbachi.

Damit Integration gelingen kann, sei es sehr wichtig, dass die Migranten an die Öffentlichkeit gehen. "Begegnungsstätten können ein Ort sein, um mit anderen ins Gespräch zu kommen."

Der marokkanische Kulturverein setzt sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Integration und gegen die Bildung einer so genannten Parallelgesellschaft von Migranten ein. Die vielen Angebote der Stadt seien eine große Hilfe für Migranten, um sich in die Gesellschaft einzugliedern. Aber El Khabbachi betonte auch, dass sie ihre Integration in das alltägliche Leben selbst in die Hand nehmen müssen, indem sie solche Angebote auch nutzen.

(rab)
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