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Frühe Hilfen in Mettmann: Das Café MeKi wird zum Teenager

Frühe Hilfen in Mettmann : Das Café MeKi wächst heran

Seit zehn Jahren bleiben junge Eltern in Mettmann nicht allein mit ihren Sorgen. Im Café Meki gibt es Tipps und Kontakte und ein leckeres Frühstück. Das Projekt von Caritas und SKFM feierte nun den zehnten Geburtstag.

In der Kreisstadt Mettmann ist es längst eine Institution für junge Familien, für Schwangere oder Mütter und Väter mit kleinen Kindern geworden – das Café MeKi – Eltern-Café im SKFM „statt Laden“ an der Neanderstraße. Denn hier gibt es ganz unbürokratische Beratung, Informationen und vor allem ein Austausch unter den Eltern und ein Kennenlernen der Kinder. Nun feiert das Café MeKi seinen zehnten Geburtstag.

Begonnen hat alles, als zwischen 2010 und 2013 das Caritas-Projekt „Frühe Hilfen“ dazu aufrief, Konzepte zu entwickeln, um vor allem kleine Kinder zu unterstützen. In Mettmann haben sich daraufhin Caritas und SKFM zusammengetan und das Konzept für ein Café für Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren entwickelt. „2011 haben wir das Café MeKi eröffnet“, erzählt Eva-Maria Düring von der SKFM. Als 2012 das neue Kinderschutzgesetz in Kraft trat, wurde aus der anfänglichen Projektfinanzierung eine Finanzierung durch die Bundesstiftung „Frühe Hilfen“. „Das heißt, wir waren der Zeit schon ein Stück voraus“, meint Düring.

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Vor allem das auf Freiwilligkeit basierende, niederschwellige Angebot stieß auf eine hohe Nachfrage. „Es ist etwas anderes, ob etwas eine Pflicht ist oder ob man es freiwillig tut“, weiß Eva-Maria Düring. So bietet das Café MeKi von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 13 Uhr im Rahmen eines leckeren Frühstücks die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, aber auch Spiel und Spaß für die Kinder an. An jedem Dienstag und Donnerstag wird das Café von SKFM-Mitarbeitern, Mittwoch und Freitag von Caritas-Mitarbeitern betreut. „Wir haben Hauptamtliche, aber auch ehrenamtliche Unterstützung“, sagt Düring. So bietet eine ältere Dame beispielsweise Spiele für die Kinder an. „Das ist wichtig, so haben die Kinder auch Zugang zur älteren Generation“, sagt Düring.

Wie anderswo auch haben die Corona-Maßnahmen einen wesentlichen Teil des eigentlichen Konzeptes über den Haufen geworfen. War es zuvor problemlos möglich, auch anonym das Café MeKi zu besuchen, ist dies mit Rückverfolgung und 3G-Regelung zurzeit nicht mehr umsetzbar. Trotzdem wurde alles versucht, auch während des Lockdowns den Kontakt zu Eltern, Kindern und Familien zu halten. „Wir haben Spaziergänge gemacht, viel telefoniert und auch zu Einzelgesprächen eingeladen“, erzählt Eva-Maria Düring.

Der Plan für die Zukunft ist bereits gefasst. „Wir wollen zu alter Größe zurückfinden“, betont Christiane Fiebig von der Caritas. „Wir wollen im nächsten Jahr wieder wachsen und Familien ansprechen.“ Das Angebot soll flächendeckender bekannt werden. Außerdem sollen Themenschwerpunkte nach den Bedarfen der Familien im Mittelpunkt stehen. Doch nun soll erst einmal das zehnjährige Jubiläum gefeiert werden. Bürgermeisterin Sandra Pietschmann gratuliert gerne. „Das Café MeKi ist in Mettmann unentbehrlich“, sagt sie. „Es ist eine zentrale Anlaufstelle.“