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Mettmann: Frauen werden ihre eigene Chefin

Mettmann : Frauen werden ihre eigene Chefin

Vier Frauen aus dem Kreis Mettmann haben sich in die Selbstständigkeit gewagt. Beim Business and Professional Woman Club tauschen sich weibliche Führungskräfte über ihre Erfahrungen im Arbeitsleben aus.

Ihre eigene Chefin sein. Unabhängig und frei von Arbeitszeiten und Unternehmensstrukturen sein. Ein gewisses Risiko eingehen, um letztlich glücklich zu werden. Diesen Schritt sind vier Frauen aus dem Kreis Mettmann gegangen. Jetzt haben sie bei der Veranstaltung "Neue Wege im Arbeitsleben: Vom Angestelltendasein in die Selbständigkeit" des Business and Professional Woman (BPW) Clubs Mettmann von ihrem Werdegang erzählt. Und obwohl sie alle den selben Schritt gegangen sind, kommen im Saal des Vereins zu Mettmann an der Beckershoffstraße die unterschiedlichsten Geschichten zutage.

"Ich habe in zehn Jahren zwei eigene Unternehmen gegründet", sagt Jutta Winkels. In dieser Zeit habe sie Höhen und Tiefen erlebt, fühlte sich einsam und bald darauf wieder voller Energie. Die studierte Literaturwissenschaftlerin hat sich in der Medien- und Kommunikationsbranche einen Namen gemacht.

Nach einigen Jahren in der Fernsehproduktion wollte die gebürtige Mettmannerin den Schritt in die Selbstständigkeit wagen: "Es gehört ein starker Wille, gute Vorbereitung und Zielstrebigkeit dazu", sagt sie. Und wenn sie mal einen Tiefpunkt durchmachen musste oder einmal nicht wirklich weiter wusste, dachte sie: "Jetzt erst recht".

Kristin Stahl hat sich vor zwei Jahren ebenfalls selbstständig gemacht. Sie hat sich allerdings für die Alternative in einem Franchise-Unternehmen entschieden. Auf diese Weise zahlt sie zwar monatlich Beiträge und ist vertraglich gebunden. Allerdings kann sie sich die Arbeit selbst einteilt, eigene Ideen verwirklicht und mehr Zeit für die Familie aufbringen. Sie findet die Selbstständigkeit ebenso sicher oder unsicher wie das Angestelltendasein: "Als Angestellte bin ich von einem Arbeitgeber abhängig, ich könnte nach vielen Jahren harter Arbeit trotzdem von einem Personalabbau betroffen sein", sagt sie. "Als Selbstständige habe ich einen großen Kundenstamm und niemand kann mir kündigen", erklärt die Wülfratherin den Zuhörern im Saal. Unter ihnen sind viele, die den Schritt in die Selbstständigkeit bereits gewagt haben, aber auch einige, die es gerade planen.

Am Abend tragen noch zwei weitere Frauen vor, wie sie ihren Weg in die Selbstständigkeit gegangen sind. Die gelernte Zahnarzthelferin Anna-Lisa Lüdecke ist beispielsweise in die selbstständige Outdoor-Fotografie gewechselt. Die Erkratherin Julia Götte ist jetzt als Steuerberaterin ihr eigener Chef.

Der Appell an diesem Abend lautete einvernehmlich bei allen vier Frauen: Nur wer sich etwas traut, kann auch etwas aus sich machen.

(mego)