Wülfrath: Förderer der Feuerwehr

Wülfrath: Förderer der Feuerwehr

Mit Ursula Erdelen-Schäfer wird erstmals eine Frau zur Vorsitzenden gewählt.Vorgänger Siegfried Haxel ist am 13. März gestorben. Bachmann: "Er war ein toller und hilfsbereiter Kollege."

An der Spitze des Vereins zur Förderung des Feuerschutzes und der Jugendfeuerwehr steht jetzt eine Frau. Ursula Erdelen-Schäfer, die viele Jahre für die CDU in der Kommunalpolitik tätig war, noch befristet die Mittelstandsvereinigung anführt und dem Förderverein zu Jahresbeginn beitrat, wurde auf der Hauptversammlung zur Vorsitzenden gewählt.

Großer Respekt für den Einsatz

Sie habe vor Jahren bei den großen Bränden in der Fußgängerzone und in der Reitanlage das große Engagement der Freiwilligen Feuerwehr persönlich sehen können, sagte Erdelen-Schäfer. "Ich zolle den Männern und Frauen großen Respekt. Ich möchte, dass es weiter geht – mit dem gesamten Vorstand." Amtsvorgänger Siegfried Haxel (68) verstarb am 13. März diesen Jahres. "Er war mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Hilfsbereit, ein toller Kollege, mit dem man nie Ärger oder Stress hatte", sagte Bernd Bachmann, ehemaliger Chef der Freiwilligen Feuerwehr. Stellvertretender Vorsitzender Norbert Heitmann würdigte Haxel als guten Kameraden, der die Jugendfeuerwehr mit allen Kräften unterstützte, ohne den vieles nicht geschaffen worden wäre. Wie die Jugendfeuerwehr wurde der Förderverein 1984 gegründet. Siegfried Haxel leitete ihn seit 1990.

Im Amt bestätigt wurden Heitmann, Kassenführer Bernd Bachmann und Schriftführer Rolf vom Bögel. Im vergangenen Jahr sponserte der Verein Aktivitäten und Anschaffungen wie Beamer, Laptop, Spielequiz für rund 6000 Euro. Der Umbau des Sozialraums, "Florian-Stube", wurde zurückgestellt. Er wird zurzeit in Eigenarbeit in Angriff genommen. Dabei werden Wände überarbeitet, Kabel verlegt, Boden gefliest und vieles mehr. Der Förderverein steuert 3500 Euro für Material und Inventar bei. "Der Raum ist für die Festigung der Gemeinschaft der gesamten Feuerwehr unendlich wichtig", bekräftigte Bachmann. Traditionell wird auch die Ehrenabteilung der Feuerwehr wieder bezuschusst.

Die Bude der Feuerwehr auf dem Herzog-Wilhelm-Markt wird weitergeführt, mit "Optimierung von Angebot und Organisation". Nach Haxels Erkrankung im letzten Jahr wurde die Organisation auf mehrere Schultern verteilt. Jetzt übernimmt sie Florian Gerstacker, stellvertretender Wach-Leiter. "Die Bude ist für uns ein Stück Öffentlichkeitsarbeit."

60 Jugendliche im Verein

Jugendfeuerwehrwart Benjamin Hann machte in seinem Bericht deutlich, dass sich das Engagement für die Jugendfeuerwehr lohnt. 60 Jugendliche gehören dazu. 30 bis 40 tun wöchentlich Dienst, besuchen Veranstaltungen auf Kreisebene, pflegen Gemeinschaft bei Sport, Spiel und Spaß. Um auch Eltern stärker einzubinden, fand 2009 erstmals ein Elternabend statt. Er soll bald wiederholt werden.

"Die Jugendfeuerwehr ist für den aktiven Dienst eine tragende Stütze. Im Kreis sind wir da ganz vorn", resümierte Gerstacker.

(RP)