Feuerwache Mettmann

Feuerwache Mettmann: Feuerwehr muss dringend umziehen

Ein Anbau an der Laubacher Straße scheidet aus. Die Flächen sind zu klein. Die Stadt sucht einen neuen Standort.

Die alte Feuerwache an der Laubacher Straße gegenüber dem Rathaus entspricht nicht mehr den neuen Richtlinien des Brandschutzbedarfsplans, der in Kürze veröffentlicht werden soll. In der alten Fassung aus dem Jahr 2010 hatten die Gutachter bereits festgestellt, dass Platz für Personal fehlt. Außerdem gab’s Probleme bei den sogenannten Hilfsfristen, also der Zeit vom Ausrücken bis zum Eintreffen am Einsatzort. Die Feuerwehr hat in den vergangenen Jahren in diesem Bereich nachgebessert, in dem sie ein Fahrzeug in Obschwarzbach stationiert hat.

Seit Jahren klagen Feuerwehrleute über Schwachstellen. Teilweise entspricht die Ausstattung an der Laubacher Straße nicht mehr den rechtlichen und hygienischen Standards und Voraussetzungen: Die Fahrzeughallen erfüllen nicht mehr die gültigen Normen. Eine Trennung von verschmutzten und sauberen Einsatzmitteln ist aufgrund der Raumnot nicht möglich. Es fehlen Büroräume.

Die Umkleideräume sind für 84 Kräfte ausgelegt. Zurzeit versehen weit über 100 Feuerwehrkräfte den Einsatzdienst. Es ist keine zulässige Desinfektionsanlage vorhanden. Und: Es bestehen zahlreiche Mängel in der Bausubstanz.

  • Mettmann : Mettmann braucht eine neue Feuerwache

Ein Arbeitsgruppe der Feuerwehr hatte Konzepte und Baupläne entwickelt, die Aufschluss darüber geben sollten, was an der Laubacher Straße investiert werden muss, um den Standard zu verbessern. Die Arbeiten wurden ausgeschrieben und dann kam die böse Überraschung: Die Angebote waren so extrem hoch, dass die Verwaltung die Handbremse zog und die Ausschreibung aufhob. Wie Fachbereichsleiter Kurt-Werner Geschorec gestern mitteilte, sind bislang 250.000 bis 300.000 Euro an Planungskosten ausgegeben worden.

Jetzt wird im Rathaus neu nachgedacht: „Wir müssen einen Standort für eine neue Hauptwache suchen und möglicherweise zwei weitere Standorte für Außenstellen“, sagt Geschorec. Die Fahrzeughallen an der Laubacher Straße sollen weiter genutzt werden. Der Plan, an der Osttangente eine Hauptwache zu bauen, ist vom Tisch. „Da spielt die Bezirksregierung aufgrund des Regionalplans, Stichwort Siedlungsdichte, nicht mit“, sagt Geschorec. Bleiben also noch Grundstücke entlang der B7. „Wir prüfen derzeit verschiedene Flächen und zählen die Vor- und Nachteile auf“, sagt Veronika Traumann, Fachbereichsleiterin Feuerschutz. Konkret wird sie nicht, da einige Grundstücke, die in Frage kommen, nicht der Stadt gehören. Der Schallschutz, so Traumann, werde jedenfalls eine große Rolle spielen. Im Oktober werde man der Politik die Ergebnisse der Voruntersuchung präsentieren. Eine Standortentscheidung wird noch in diesem Jahr erwartet. Baubeginn soll im Jahr 2020 sein.

Mehr von RP ONLINE