Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt: Feuerwache ist immer noch umstritten

Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt: Feuerwache ist immer noch umstritten

Die neue Wache auf dem Clever Feld kommt nicht von heute auf morgen. Geben wir den Planern ein bisschen Zeit.

Wo sie gebaut werden soll, ist längst klar: Die neue Feuerwache wird auf dem Clever Feld stehen, ein anderes Grundstück kommt gar nicht in Frage. Die Finanzierung wird auch irgendwie gelingen. Entweder die Stadt nimmt einen Kredit auf oder sie finanziert die Wache mit öffentlich geförderten Partnerschaften. Das ist doch Jacke wie Hose. Der Rat hat den Bau der neuen Wache in dieser Woche auf die Spitze der Prioritätenliste für die zu erledigenden Aufgaben der Stadt gesetzt. Wohin auch sonst?

Denn eins ist klar: Dieses Projekt mit einem Volumen von knapp 20 Millionen Euro baut eine Stadt wie Erkrath nicht jedes Jahr, nicht mal alle zehn und auch nicht alle 20 Jahre. Ich kann mich nicht erinnern, dass von Seiten der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten ein derart großes Neubauvorhaben in Angriff genommen worden ist. Natürlich braucht das seine Zeit und bevor der erste Stein auf den anderen gesetzt wird, muss geplant und gerechnet und vor allem genehmigt werden. Das dauert eben eine ganze Weile und am Ende - das steht doch jetzt schon so gut wie fest - wird es noch mal viel teurer als geplant. Oder hat man je einen mit öffentlichem Geld finanzierten Neubau erlebt, der am Ende günstiger geworden ist? Wichtig ist jetzt, dass man sich ein wenig in Geduld übt. Bei der Stadt sind nun Leute eingestellt worden, die sich um den Bau der Wache kümmern.

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Und wir Bürger können dann irgendwann damit rechnen, dass Feuerwehr und Krankenwagen in den vorgeschriebenen Fristen vor Ort sind, wenn wir wirklich Hilfe brauchen. Vor allem Feuerwehrleute und Rettungsassistenten, die nicht in einer alten, in die Jahre gekommenen Wache kampieren müssen, sondern die Annehmlichkeiten eines modernen und zeitgemäß ausgestatteten Arbeitsplatzes genießen dürfen. Das wäre schon alles.

oliver.wiegand@rheinische-post.de

(RP)
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