Erkrath: Feuer wärmte die Herzen

Erkrath : Feuer wärmte die Herzen

Am Hochkreuz am Eickener Busch luden die Erkrather St. Sebastianer Schützen zum Osterfeuer ein.Die Feuerwehr sicherte Besuchern mit Scheinwerfern eine reibungslose Anfahrt auf glitschigem Untergrund.

"Osterfeuer haben im ländlichen Raum schon lange Tradition", sagt Dr. Thomas Kirchhoff, Vorsitzender der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft über den alten Brauch, den die Schützen am Ostersonntag zum achten Mal wieder aufleben ließen. "In Erkrath hat es das früher auch gegeben und kleinere Feuer, private und öffentliche, gibt es ja heute noch", sagt Kirchhoff. Kaum eine Stelle dürfte sich jedoch für ein Osterfeuer so gut eignen, wie der Eickener Busch mit seinem Hockreuz, das die Schützen im Jahr 2000 aufgestellt haben.

Botschaft für die Autofahrer

Das große lodernde Feuer war auch von der A3 gut zu sehen und durchaus als Zeichen für die Reisenden auf der Autobahn gedacht: "So bekommen auch die Autofahrer eine Botschaft zu Ostern ", sagte Vorstandsmitglied Werner Schink, der an der Organisation des Abends beteiligt war. Wegen des früheren Sonnenuntergangs in diesem Jahr hatten die Erkrather die Entzündung mit Andacht um zwei Stunden nach vorn geschoben. Doch bereits als die gut 15 Jungschützen der Sebastianer gemeinsam mit Pfarrer Günter Ernst aus der katholischen Kirche heraufzogen und mit Fackeln das Feuer entfachten, war klar, dass die Besucherzahlen des letzten Jahres noch einmal deutlich übertroffen wurden. Viele Familien hatten das inzwischen wieder traditionelle Feuer zum Endpunkt ihres Ostertages gemacht und auch vom trockenen und klaren Wetter konnten die Schützen profitieren. Das Feuer war in Alt-Erkrath weithin sichtbar, wer den Berg hinaufgeklettert war, konnte sich nicht nur an den Flammen wärmen, sondern einen prachtvollen Blick auf den Sonnenuntergang hinter der Düsseldorfer Skyline genießen.

Feuerwehr sicherte den Aufstieg

Für die nötige Sicherheit sorgten über 30 Erkrather Feuerwehrmänner, gut 15 von ihnen waren Jugendfeuerwehrleute. Sie waren auch für die Getränke verantwortlich, die die Besucher am Feuer kaufen konnten. Dabei stellte es sich als durchaus schwierig heraus, das Auto mit den Getränken den Hang hinauf zu bekommen, weil der Untergrund trotz der Minusgerade sehr weich war. Die Feuerwehr sicherte die gefährlichen Stellen des Weges mit mobilen Scheinwerfern, sodass alle Besucher sicher nach oben kamen.

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Für Musik sorgte in diesem Jahr die Garather Blaskapelle aus Düsseldorf, die sowohl den Gesang bei der Andacht begleitete als auch mit flotter Musik die österliche Freudenstimmung förderte. Für die Schützenbruderschaft war das Feuer erneut ein Erfolg. Thomas Kirchhoff freute sich über das lange Ausharren vieler Erkrather am wärmenden Feuer und viele gute Gespräche. Dass es auch im kommenden Jahr wieder ein Osterfeuer geben soll, steht für ihn außer Frage.

(RP)
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