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FDP Mettmann will unabhängigen Chef fürs Rathaus

Zehn Tage vor der Stichwahl in Mettmann : FDP will „wirklich unabhängige Persönlichkeit“ fürs Rathaus

Begründet mit den neuen Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat spricht sich die FDP für eine „wirklich unabhängige Persönlichkeit an der Spitze der Verwaltung“ aus. Nach Informationen unserer Zeitung ist damit Thomas Dinkelmann gemeint.

Die Formulierung lässt Interpretationsspielraum, aus Parteikreisen hat unsere Redaktion jedoch erfahren, dass damit der Amtsinhaber Thomas Dinkelmann gemeint sein soll. Die FDP-Ortsvereinsvorsitzende Andrea Metz, die mit der Formulierung „wirklich unabhängige Persönlichkeit“ in einer Mitteilung ihrer Partei zitiert wurde, dementierte dies allerdings am Nachmittag: Es sei ein Beschluss gefasst worden, nachdem ihre Fraktion keine Wahlempfehlung aussprechen wolle.

Mit „wirklich unabhängig“ könne laut Metz genauso gut Sandra Peitschmann gemeint sein, die als unabhängige Kandidatin von CDU und SPD nominiert wurde. Dinkelmann und Pietschmann werden in einer Stichwahl am 27. September gegeneinander antreten.

Die FDP gilt mit gut zwölf Prozent der Stimmen bei der Stadtratswahl als Gewinnerin – ebenso die Grünen, die vergangenen Sonntag knapp 22 Prozent geholt hatten. Damit verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse deutlich.

Die Grünen hatten am Donnerstag eindeutig mitgeteilt, keine Wahlempfehlung für einen der übrig gebliebenen Bürgermeisterkandidaten aussprechen zu wollen. Laut Fraktionschef Nils Lessing wolle man beiden die Chance geben, die Wähler mit grünen Themen wie Klimaschutz oder der ökologischen Verkehrswende von sich zu überzeugen. Die Grünen würden entsprechende Vorhaben konstruktiv begleiten.

Sowohl die Grünen als auch die FDP hatten sich Monate vor der Wahl dagegen entschieden, Sandra Pietschmann zu unterstützen und eigene Kandidaten aufgestellt: Der Grünen-Politiker Nils Lessing holte vergangenen Sonntag 18,3 Prozent, die FDP-Politikerin Andrea Metz 13 Prozent.

(cka)