Mettmann: Fasten stärkt die Gesundheit

Mettmann: Fasten stärkt die Gesundheit

Allerdings ist die Bereitschaft, sich zurückzunehmen, nicht ausgeprägt.

Das Christentum kennt vornehmlich die 40 Tage der Fastenzeit, die der Vorbereitung auf Ostern dienen und an die 40 Tage erinnern, die Jesus Christus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Fasten ist mit dem Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel tierischen Ursprungs verbunden und bedeutet keinen kompletten Nahrungsverzicht.

Alle Jahre wieder bleiben ab Aschermittwoch bei vielen Deutschen die Teller leer - es wird gefastet: Damit ist aber häufig nicht nur das religiöse Fasten, also die Abstinenz liebgewordener Dinge gemeint, sondern vielmehr eine Ernährungsweise, die zum Abnehmen dienen soll - richtig fasten eben. Der völlige Verzicht auf Nahrung zur Gewichtsreduktion halte aber weder wissenschaftlichen Überprüfungen stand, noch sei es gesundheitsfördernd - erklärt Diätexperte Sven-David Müller vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln.

Seit vielen Jahren warnen Fachorganisationen sogar vor dem Fasten und fordern die Bevölkerung auf, vom Fasten als gewichtsreduzierende Maßnahme Abstand zu nehmen und stattdessen ausgewogen und gesund zu essen.

Allerdings kann das Fasten auch eine Art Selbstbesinnung sein. Beispiel: Ich setze mir das Ziel, in den nächsten Wochen nicht zu rauchen und weniger Alkohol zu trinken. Wenn ich das schaffe, stärke ich damit mein Selbstwertgefühl und gleichzeitig tue ich etwas für die Gesundheit. Unterstützung von außen kann übrigens helfen, die Fastenziele einzuhalten. Vielleicht fassen ja beide Partner die gleichen Vorsätze und verfolgen gemeinsam das Fastenziel.

(RP)