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An(ge-)dacht: Fasten - Orientierung und Freiheit

An(ge-)dacht : Fasten - Orientierung und Freiheit

Ein riesiger Markt, um das Fasten herum, vom Buch bis Wellness, von Esoterik bis Beichte wird Vieles angeboten, was Körper, Geist und Seele dienen soll. Wer ist dabei der Gewinner? Was ist sinnvoll?

Fasten ist uralt und einfach, denn es ist eine Zeit der Vorbereitung auf Ostern. Das Ziel ist, das Fest im Sinn zu erfassen, entsprechend neu in der Familie mit seinen Aspekten zu feiern und bewusst aus diesem Lebensinhalt die Gemeinschaft zu gestalten.

Fasten dient der Orientierung des Lebens! Woraus lebe ich? Wer bestimmt mein Leben, als Ratgeber in Freud und Leid?

Ostern kann ein Frühlingsfest oder Fest der Auferstehung im Geschenk eines neuen Lebens sein. Für mich ist es die neue Wirklichkeit durch Jesus Christus, an der ich mich orientieren kann. Das Leben ist aber so facettenreich, dass wir es nur mit Schwerpunkten erfassen können. Deshalb dient die Fastenzeit diesem klaren Ziel in der Suche nach Gott!

Was ist heute wichtig? Das ist eine uralte Frage, der biblischen Menschen im Alten Testament. "Warum fasten wir und Gott sieht es nicht, er scheint nicht da zu sein?" steht bei Jesaja. Die Antwort Jesajas ist heute noch aktuell zur Orientierung im Leben miteinander. "Wenn du der Unterdrückung bei Dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest, dann geht im Dunkel ein Licht auf und Gott wird antworten: Hier bin ich!" Jes 58,3-9.

Gewonnene Freiheit durch Gottes Wort und die Suche nach dem, was mich bedrückt und wen ich unterdrücke zum Beispiel mit Vorurteilen, das wäre eine lohnenswerte Orientierung und eine neue Perspektive an Ostern, die Leben erleichtert.

Die Orientierung beginnt bei Gott, denn wie oft verlieren wir das Maß gegenüber der Umwelt und der Menschlichkeit, wodurch Unterdrückung in vielfältiger Form entsteht! Gott rät: Liebe deinen Nächsten, wie Dich selbst!

DIAKON GERHARD RUST, KATHOLISCHE KIRCHENGEMEINDE METTMANN

(RP)