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Fahrdienst zum Impfen von Awo und DLRG Mettmann war Gewinn für alle

Mettmann/Erkrath : Fahrdienst zum Impfen war ein Gewinn für alle

DLRG und Awo haben Mettmanner Senioren kostenlos zum Impfzentrum chauffiert. Jetzt wurde ein Danke-Fest gefeiert. Der Fahrdienst soll nicht die letzte gemeinsame Aktion unserer beiden Verein gewesen sein.

(tpp) Zweiundzwanzig Wochen lang haben Mitglieder von DLRG und Awo Mettmanner Senioren kostenlos zum Impfzentrum nach Erkrath gefahren. Dafür gab es nun ein Dankeschön-Fest auf der Terrasse des DLRG-Hauses, das eigentlich das Privathaus des Vorsitzenden Bernd Co ist. Bei gutem Wetter, Getränken und leckerem Essen genossen die Ehrenamtler den Spätsommer nach getaner Arbeit, denn die beiden benachbarten Vereine sind zusammen wie eine große Familie.

Nachdem das Impfzentrum im Gebäude des Hochdahler Unternehmens Timocom eingerichtet war, hieß es zunächst „warten“, bis genügend Impfstoff geliefert würde. In dieser Zeit hatte Michael Peters, der sowohl im Awo-Ortsverein Mettmann als auch bei der DLRG Mitglied ist, eine Idee: Der Schwerpunkt der Awo ist die Seniorenarbeit, und die DLRG hat Autos – zusammen könnte man doch einen Fahrdienst organisieren, denn viele Senioren hätten bestimmt Schwierigkeiten, zum Impfzentrum zu kommen. Für Bernd Co und den Awo-Vorsitzenden Hans Duncker war die Umsetzung dieser Idee quasi eine Selbstverständlichkeit, die genau in den Aufgabenbereich der beiden gemeinnützigen Vereine fällt. Vom 8. Februar bis zum 14. Juli haben freiwillige Fahrer und Beifahrer so fast täglich Senioren nach Erkrath gefahren – insgesamt 156 Fahrten und 203 beförderte Personen. „Wirklich alle waren glücklich und dankbar über unsere Hilfe“, hat Verena Wechselberger, DLRG-Geschäftsführerin und Fahrerin, erlebt. Mit reinem Chauffeur-Dienst war es nicht getan: Die meist über 80-Jährigen mussten zuhause abgeholt werden und brauchten oft Hilfe, Unterlagen zusammenzutragen oder zu sortieren. Einige saßen im Rollstuhl, andere gingen am Rollator und mussten beim Ein- und Aussteigen gestützt werden. Deshalb waren die Ehrenamtler immer als Zweierteams im Einsatz. Vor Ort begleiteten sie die Senioren vom Auto ins Gebäude und warteten mit ihnen auf den „Pieks“. 

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„Sie glauben gar nicht, wieviel Spaß man mit den Senioren haben konnte“, erzählt Hartmut Naumann; „die waren so glücklich, dass sie jemandem von ihrer Jugend erzählen konnten.“ Schön ist, dass auf diese Weise bleibende Kontakte entstanden sind, sagt Hans Duncker. Einige sind nun „Kunden“ der Awo geworden, freuen sich über deren Unterstützung oder kommen zu den Treffen. „Der Fahrdienst soll nicht die letzte gemeinsame Aktion unserer beiden Verein gewesen sein“, verspricht Hans Duncker.