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Ex-Volksbank-Haus wird grundsaniert

Mettmann : Ex-Volksbank-Haus wird grundsaniert

Der Eigentümer bietet die Praxis- und Büroräume in einem Online-Immobilienportal zur Miete an. Die städtische Wirtschaftsförderung hat mögliche Nutzer vorgeschlagen und hofft, dass der Leerstand nicht mehr lange andauert.

(arue) Was wird eigentlich aus dem ehemaligen Volksbank-Gebäude? Diese Frage ist derzeit oft in Mettmann zu hören: Das Haus, in dem unter anderem eine Bank und ein Modegeschäft ansässig waren, steht derzeit leer. Dabei ist es ein Filetstück, liegt es doch an Schwarzbachstraße und Jubiläumsplatz mitten in Mettmanns Innenstadt.

„Mettmann – 1a-Citylage“, mit diesen Schlagworten bewirbt die adiG Grundbesitz Consulting GmbH bei einem Immobilienportal bei potenziellen Mietern das Gebäude. Die Firma mit Sitz in Neuss ist mit der Vermarktung des Objektes beauftragt. Dabei scheint es nicht um einen Verkauf zu gehen, sondern lediglich um eine Vermietung. Die Büro- und Praxisflächen werden dabei mit 1800 Quadratmetern angegeben, teilbar in Einheiten ab 100 Quadratmeter. Hinzu kommt eine Einzelhandelsfläche von 380 Quadratmetern, teilbar auf Flächen ab 130 Quadratmeter.

Der Mietpreis für das Geschäft, in dem zuvor das Modegeschäft ansässig war, wurde in einem zwischenzeitlich wieder deaktivierten Angebot mit 4370 Euro pro Monat angegeben. Das sind 11,50 Euro pro Quadratmeter, ein marktüblicher Wert. Zum Vergleich: Für das ebenfalls leer stehende Ladenlokal an der Johannes-Flintrop-Straße (ehemals Deichmann) werden laut Inserat für 493 Quadratmeter Nutzfläche inklusive 76 Quadratmeter Lager 5500 Euro angegeben. Das sind 11,16 Euro pro Quadratmeter.

Nach den Plänen für das Haus befragt, sagt Adig-Geschäftsführer Arno Durben, dass für das Objekt eine „Totalsanierung“ geplant werde. Wann sie beginnt und wie es dann weiter gehen soll, „kann ich im Augenblick noch nicht sagen“. Der Inhaber sei kein Immobilienfonds oder sonstige Gesellschaft, sondern ein Privatbesitzer. Habe dieser konkretere Pläne, werde die Stadt „zu gegebener Zeit informiert“, sagt Durben.

Die Stadtverwaltung wiederum berichtet auf Nachfrage unserer Redaktion, dass die Wirtschaftsförderung dem Eigentümer bereits mögliche Nachmieter vorgeschlagen habe: „Jetzt liegt alles n der Hand des Eigentümers“, sagt der Sprecher der Stadt Mettmann, Christian Barra. Da es an so exponierter Stelle liege, „würden wir uns wünschen, dass es Pläne für die Zukunft gibt und das Gebäude nicht mehr lange leer steht.“ Zu dem Objekt liegen der Stadt weder ein Abriss-, noch ein Nutzungsänderungs- oder sonstiger Bauantrag vor.