Patientenversorgung im Kreis Mettmann nach Klinikschließungen Chef-Runde trifft sich ab sofort alle 14 Tage

Mettmann · Das EVK Mettmann gehört zur vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, kurz MAGS, einberufenen Runde, die die künftige Versorgung von Patienten im Kreis Mettmann neu strukturiert. Die Runde traf sich jetzt zum ersten Mal. Details zum Versorgungskonzept sind im Verlauf weiterer Gespräche zu erwarten

EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido

EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido

Foto: EVK Mettmann

Bekanntermaßen schließt die Kplus-Gruppe im Kreis Mettmann die Häuser Hilden und Haan. Als Retter in der Not steht das Evangelische Krankenhaus Mettmann bereit. Nicht allein, wie EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido erklärt, sondern im Zusammenschluss mit anderen. Mittwoch hat das MAGS vor dem Hintergrund besagter Krankenhausschließungen zum Gespräch eingeladen. Daran teilgenommen haben der Rettungsdienst, die Bezirksregierung, der Oberbürgermeister aus Solingen und die umliegenden Krankenhausträger. „Ziel des ersten Gespräches war die Erörterung der Versorgungssituation im Kreis Mettmann und Solingen, die durch die absehbare Schließung von drei Krankenhausstandorten kurzfristig zu erwarten ist“, wie EVK-Pressesprecherin Hannah Lohmann auf RP-Nachfrage mitteilt. Im Rahmen des Gespräches wurde festgestellt, dass eine Schließung von drei Standorten das „Worst-Case-Szenario“ darstellt – die zu erwartende Situation werde von allen Betroffenen sehr ernst genommen. Daher wurde im ersten Abstimmungsgespräch die aktuelle Versorgungssituation der verbleibenden Häuser erörtert. „Im Anschluss wird nun eine Datenerhebung erfolgen, um die Aufnahmekapazitäten der verbleibenden Krankenhäuser transparent zu machen“, führt Hannah Lohmann aus. Die vom Ministerium eingeladene Runde wird sich ab sofort alle 14 Tage austauschen, um notfalls auch kurzfristig zu agieren. Einigkeit besteht darüber, dass die Notfallversorgung im Südkreis durch eine kooperative Zusammenarbeit der verbleibenden Gesundheitsversorger und dem Rettungsdienst sichergestellt werden muss und wird.