Kreis Mettmann: Evangelische Kitas erhalten Gütesiegel

Kreis Mettmann: Evangelische Kitas erhalten Gütesiegel

15 Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis können sich über eine Zertifizierung freuen.

Noch bevor die Nachweispflicht für eine Qualitätssicherung in Kindertageseinrichtungen gesetzlich geregelt wurde, haben sich zehn Kirchengemeinden im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zusammengetan und einen Qualitätsverbund gegründet. Das Ziel dieses Zusammenschlusses in 2010 war, die Voraussetzungen für eine Zertifizierung des Qualitätsmanagement-Systems (QM) der teilnehmenden Einrichtungen im Kirchenkreis zu schaffen. "Wir mussten uns die Frage stellen: Woran lassen wir uns messen?", erklärte Jürgen Artmann, Assessor des Kirchenkreises, "unser Bestreben war es, das überprüfbar zu machen".

Und nun ist es endlich da, das Qualitätsmanagement-Handbuch, das als Grundlage für die nun erreichten Zertifizierungen der 15 Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann gilt. Rund 200 Menschen haben über die Jahre daran mitgearbeitet, das etwa 85 Kapitel umfassende Nachschlagewerk zu verfassen. In einem dreitätigen Verfahren überprüfte die Zertifizierungsgesellschaft Zertpunkt schließlich im November 2017 die Umsetzung und Anwendung des QM-Systems stichprobenartig an vier Kitas stellvertretend für alle Einrichtungen aus den mittlerweile neun Kirchengemeinden. Erlangt wurde die sogenannte "DIN EN ISO"-Zertifizierung, die neben pädagogischen Prozessen auch die Führung der Einrichtungen unter die Lupe nimmt. Zudem führen nun alle 15 Kindertagesstätten das Gütesiegel der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder ("BETA"), das die Qualität der Arbeit und der Abläufe in den Einrichtungen bestätigt. Alle 15 Kitas, das bedeutet: Die Einrichtungen Laubacher Feld, Hoshof und Donaustraße in Mettmann sowie die Einrichtungen Sandheide und im Paul-Schneider-Haus in Erkrath. Drei weitere Kitas in Hilden sowie sieben in Ratingen beziehungsweise Homberg und Lintorf-Angermund gehören ebenfalls dazu. In den Einrichtungen selbst freut man sich sehr über den erlangten Qualitäts-Beweis. "Es ist eine Belohnung für die viele Arbeit. Innerhalb des Teams hat sich viel verändert", erklärt Petra Prangenberg, Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte "Sonnenschein" in Hilden, "die eigene Arbeit wird jetzt ganz anders beleuchtet".

Das Handbuch hilft den Einrichtungen bei vielen Dingen, die sonst automatisch liefen. Es strukturiert sowohl zeitlich als auch faktisch. Beispielsweise werden ganze Arbeitsabläufe beschrieben, die den Mitarbeitern als Anleitung und Sicherheit dienen sollen. Neben Themen wie Hygiene oder Stellenausschreibungen werden auch pädagogische Prozesse und Arbeitsschritte genau beschrieben. Letzteres nehme natürlich einen sehr großen Teil ein, sagt Qualitätsmanagerin des Kirchenkreises Jutta Wevers. Prangenberg findet, dass damit vor allem für Eltern Transparenz geschaffen werden.

(RP)