Kreis Mettmann: Es gibt mehr Sozialpädagogen für Grundschulen

Kreis Mettmann : Es gibt mehr Sozialpädagogen für Grundschulen

Die Stellen an den Grundschulen im Kreis Mettmann werden zum kommenden Schuljahr fast verdoppelt.

Die NRW-Koalition plant für das nächste Schuljahr 600 neue Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase der Grundschule. Damit soll die pädagogische Förderung der Kinder während der Startphase erweitert und gestützt werden. Das teilt der Landtagsabgeordnete Martin Sträßer mit. Und erläutert: "Die Stellen für Sozialpädagogische Fachkräfte an den Grundschulen im Kreis Mettmann werden zum kommenden Schuljahr fast verdoppelt. Sie steigen um weitere 15 auf 31 Stellen." In den Städten Mettmann und Wülfrath wird derzeit für folgende Grundschulen je eine Stelle ausgeschrieben: Mettmann, GGS Am Neandertal; Mettmann, GGS Herrenhauser Str.; Wülfrath, GGS Lindenstr.; Wülfrath, GGS Ellenbeek; Wülfrath, GGS Parkstr.

Bei der Einschulung beträgt der Unterschied in der individuellen Entwicklung der schulpflichtigen Kinder bis zu drei Jahre. Das zeigen die Ergebnisse vieler Untersuchungen und die Erfahrungen der Lehrkräfte, die eine erste Klasse übernehmen. "Sozialpädagogische Fachkräfte sind keine Hilfskräfte, sondern wichtige Mitglieder im Team der Schule, die täglich die Bildungsbiografie des Kindes positiv beeinflussen können. Gemeinsam mit dem Kind stellen sie dessen Fähigkeiten fest und nutzen diese, um kompensatorische Prozesse und Entwicklungen anzustoßen," so Sträßer weiter.

Die Idee, neben klassischen Lehrkräften auch sozialpädagogische Fachkräfte aus anderen Professionen an Schulen zu beschäftigen, ist nicht neu. In der Grundschule sollen so vor allem Kinder gefördert werden, die zu Beginn ihrer Schullaufbahn eine besondere Unterstützung brauchen. Gerade der Elementar- und Primarbereich und insbesondere die Schuleingangsphase sind die grundlegenden Institutionen, die den Kindern gleiche Bildungschancen ermöglichen. Hier werden die Grundsteine der Bildungskette gelegt. Daher werden diese Bereiche von der Landesregierung mehr Aufmerksamkeit und vor allem Unterstützung bekommen.

Der Leitgedanke ist die Prävention, damit das Kind bereits zu Beginn seiner Schullaufbahn die Grundschule als einen verlässlichen Lernort erfährt. Frühzeitig zu erkennen, was das einzelne Kind in seiner Lernentwicklung braucht, um erfolgreich die Ziele der Jahrgangsstufe zu erreichen, erfordert von den sozialpädagogischen Fachkräften Methoden- und Fachkompetenz. Daneben kennzeichnet auch die systematische Herangehensweise die Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase.

Sträßer: "Wir wollen auch in den kommenden Jahren weitere Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in den Grundschulen schaffen. Insogern habe ich die Hoffnung, dass dann auch weitere Grundschulen im Kreis Mettmann davon profitieren können."

(RP/köh)