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Mettmann: Erste Arbeiten an der Osttangente

Mettmann : Erste Arbeiten an der Osttangente

Die große Lösung einer Nordumgehung B7n war vor Jahren gescheitert. Das bedauerten Landrat Thomas Hendele und Bürgermeister Bernd Günther am Freitag noch einmal ausdrücklich. Jetzt beginnen aber die Arbeiten für die kleine Lösung. Am Freitag nahmen die beiden den Spatenstich für die neue Osttangente K18n vor, die ab Ende 2015 die Wülfrather (K38) und die Elberfelder Straße (K37) verbinden wird und zur deutlichen Verkehrs- und Feinstaubentlastung in der Innenstadt beitragen soll.

In Reih und Glied standen vier Brittas auf dem kleinen Sandhaufen aufgereiht. Spatenmodelle dieses Modells nahmen Hendele und seine Mitstreiter in die Hände, um das 12-Millionen-Straßenbauprojekt auf den Weg zu bringen. 5,6 Millionen Euro geben Bund und Land zu den Kosten dazu. Laut Verkehrsgutachten soll die fast 1,4 Kilometer lange Verbindung pro Tag von 10 5000 Fahrzeugen genutzt werden.

Bestandteil der Trasse werden zwei Brücken sein, eine zur Überquerung der Regionalbahnstrecke (Länge 40 Meter) und die zweite zur Überquerung des Mettmanner Baches (120 Meter). Neben der Straße soll es einen Geh- und Radweg geben. Die Endpunkte der neuen Verbindung an Wülfrather und Elberfelder Straße werden als Kreisverkehre ausgebaut. Der Lindenheider Weg und der Hugenhauser Weg werden mit Knotenpunkten überbrückt. Erst einmal werden freie Flächen bearbeitet. "Erst in acht Wochen werden wir mit den Vorbereitungen der Kreisverkehr beginnen. Dann wird es eventuell Einschränkungen und Umleitungen des Verkehrs geben", sagte Nico Leonhardt vom Liegenschaftsamt des Kreises am Freitag. Welche das sein werden und wie die genau eingerichtet werden, werde dann erst entschieden.

Ist das Projekt Osttangente fertig, "will ich die Innenstadt schließen", versprach Bürgermeister Bernd Günther. Es böte sich mit Osttangente und der Seibelquerspange die Möglichkeit, den Innenstadtbereich Mettmanns attraktiv und verkehrsberuhigt zu gestalten. Der Jubiläumsplatz bekäme ein besseres Umfeld. Steht die Osttangente, geht es 2016 weiter: Dann werden auch die beiden Knotenpunkte Elberfelder Straße/Bergstraße und Beethovenstraße/Flurstraße/Gruitener Weg den veränderten Verkehrsverhältnissen angepasst. Diese beiden Maßnahmen kosten allein eine Million Euro. An der Beethovener Straße zum Beispiel wird dann ebenfalls ein Kreisverkehr eingebaut.

(RP)