Erkrath: Erkrather sichern Trinkwasser

Erkrath: Erkrather sichern Trinkwasser

Von der Max-Planck-Straße aus kümmert sich Scheven um die Versorgung der ganzen Region.Das Unternehmen mit 250 Mitarbeitern legt zum 25-jährigen Bestehen ein Bekenntnis zum Standort Erkrath ab.

Scheven erhält den Auftrag zur Planung eines Feuerlöschsystems für eine Großraffinerie. Scheven erhält den Auftrag zur Sanierung des Wasserwerks Hagen. Scheven hat einen weiteren Bürotrakt fertig gestellt, der zusätzlichen 20 Konstrukteuren und Ingenieuren Platz bietet. Scheven schließt die Sanierung der Rurtalsperre erfolgreich ab. Einige Schlagworte, mit dem das mittelständische Unternehmen Heinrich Scheven, das seit 1990 seinen Sitz an der Max-Planck-Straße in Hochdahl hat, jetzt zum 25-jährigen Bestehen aufwarten kann.

Eigentlich ist das Unternehmen ja noch viel älter, es wurde bereits 1874 in Düsseldorf gegründet, räumt Klaus Küsel, Geschäftsführender Gesellschafter, ein. Angefangen hat es damals mit dem Bau von Brunnen, Wasserversorgungssystemen und Kanalisationen in den aufstrebenden Städten. Doch in der dritten Generation kam zunächst das Aus für den Familienbetrieb, bei dem Küsel schon seit 1969 tätig war.

1982 wurde die Heinrich Scheven Anlagen- und Leitungsbau GmbH dann als Tochtergesellschaft der Bilfinger und Berger AG neu gegründet. Und ist seitdem stetig gewachsen. Aus den anfangs 20 Mitarbeitern sind inzwischen rund 250 geworden, der gerade erst errichtete neue Bürotrakt ist auch ein Bekenntnis zum Standort Erkrath. „Das ist ideal hier, gerade mal 200 Meter von der Autobahn weg. Da kommt man gut in alle vier Richtungen. Es fehlt nur noch eine eigene Ausfahrt“, meint Klaus Küsel. Obwohl, wenn Stau auf der A 3 ist, können das die Mitarbeiter vom Firmengelände aus sehen und sich rechtzeitig darauf einstellen.

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Längst ist es nicht mehr nur der Kanal- und Rohrleitungsbau für die Kommunen, der vor allem in der Region Düsseldorf von den Scheven-Mitarbeitern ausgeführt wird. Deutschlandweit ist das Unternehmen auch im Wasserwerksbau tätig und arbeitet ebenfalls erfolgreich für die Industrie, vor allem für Raffinerien, chemische Werke und Kraftwerke. Während in den letzten Jahren ein wichtiger Schwerpunkt auf Sanierungen im unterirdischen Bereich lag mit Ersatz von veralteten Kanalisationen und Wasserversorgungssystemen, rechnet Küsel für die Zukunft wieder mit größeren Aufträgen bei der Wasseraufbereitung.

Um die Aufgaben kurzfristig bewältigen zu können, setzt das Unternehmen sehr stark auf Aus- und Weiterbildung. „Wir haben ständig 15 Lehrlinge, bilden Leitungsbauer und Netzmonteure aus“, berichtet Klaus Küsel. Und da Fachkräfte am Markt nur schwer zu bekommen sind, werden auch die Meister im eigenen Hause ausgebildet und Weiterbildungen für die Ingenieure angeboten. Außerdem setzt man – im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben heute – auf ein funktionierendes Lager.

Dies sei wichtig für die Tag- und Nacht-Bereitschaft. „Wir können auch nachts gleich mit Material zur Baustelle rausfahren, wenn ein Notfall gemeldet wird“, sagt Küsel. Während andere erst schauen und dann das passende Material besorgen, „können wir die Probleme direkt lösen“. An diesem Konzept soll sich auch in Zukunft nichts ändern.

(RP)
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