Erkrather Malerin Claudia Birkheuer stellt neuen Roman im Treffpunkt  „Hand in Hand“ vor

Hochdahl Arcaden : Malerin stellt neuen Roman im Treffpunkt „Hand in Hand“ vor

(tpp) Was wäre, wenn eine Katze nicht nur die Sprache der Menschen verstehen könnte, sondern ihnen sogar in ur-menschlichen Betätigungsfeldern nacheifern würde? Dieser Idee ist die Erkrather Malerin und Katzenhalterin Claudia Birkheuer nachgegangen.

In ihrem zweiten Roman, der soeben erschienen ist, versucht sich der junge Kater „Seven“ in der bildenden Kunst. Birkheuer erzählt seine Abenteuer aus seiner Ich-Perspektive, mit viel Einfühlungsvermögen und dem Humor, den solche Situationen zwangsläufig mit sich bringen. Nun war Premierenlesung am Hochdahler Markt. „Dies ist eine wahre Geschichte, die Sie, verehrte Leserinnen und Leser, gerne bezweifeln mögen. Doch sie ist wahr. Denn die Suche nach sich selbst unter den widrigsten Umständen muss Wahrheit sein“. Das schreibt Kater Seven in einem Vorwort zu seiner eigenen Biografie. Seven ist der Jüngste aus dem Wurf einer Katze, die in einer Londoner Kunstgalerie gelebt hatte und in Düsseldorf aus einer Transportbox gefallen war. In seiner Kindheit sei er fasziniert gewesen von „Mums“ Erzählungen, die vom glamourösen Leben der Menschen in der Kunstszene handelten.

Der Name „Seven“ stammt daher, dass seine Mutter nach der Odyssee zwischen London und Düsseldorf traumatisiert war und ihre Babys einfach durchnummeriert hatte. „Oft in der Nacht wachte sie auf, leckte jeden von uns ab, um uns Liebe und Zuneigung zu geben. Und mir wurde gewahr, dass sie mich ein bisschen mehr liebte als meine Geschwister (…)“, erinnert sich Seven, der bis heute eine spezielle Bindung zu seiner Mutter hat.

Angetrieben von der Vorstellung des Künstlerlebens und dem Wunsch, etwas aus seinem Leben zu machen, schleicht sich der schwarze Kater regelmäßig in die Düsseldorfer Kunstakademie, lauscht den Vorträgen und studiert die alten Meister. Bei einem der Türöffner-Tage, wo die Meisterschüler ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren, passiert es: Seven leckt eine umgefallene halbe Flasche Rotwein auf und beginnt in einem Kelleratelier zu malen. Als der Kater am nächsten Morgen verkatert aufwacht, ist er entsetzt über sein Machwerk, als plötzlich die Tür aufgeht und Kunststudent Rudolph hereinkommt. Wie sich die Beziehung der beiden entwickelt, als sich herausstellt, dass sie mithilfe menschlicher Buchstaben miteinander kommunizieren können, und was Seven in London und Venedig erlebt, das möge der Interessierte selbst im Buch nachlesen.

Die Paperback-Ausgabe war gerade rechtzeitig zur Premierenlesung fertig geworden. Wie bei Claudia Birkheuers erstem Roman „Die Karriere der Christina Siemon“ (2018) fand die Buchvorstellung im Treffpunktlokal „Hand in Hand“ in den Hochdahl Arkaden statt. „Wir haben einen ‚Vertrag‘ geschlossen: Auch alle kommenden Bücher wird Claudia zuerst hier vorstellen“, freute sich Gastgeber Dieter Thelen vom „Freundeskreis für Flüchtlinge“.