Erkrath: Erkrather feiern Erntedank

Erkrath: Erkrather feiern Erntedank

Viele Vereine organisieren das Fest auf dem Bavierplatz, das mit dem Aufstellen des Baums beginnt. Beteiligt haben sich auch die Geschäftsleute. Wer wollte, konnte Wein probieren.

Schlange stehen für eine Schmalzbrotstulle — beim Erkrather Erntedankfest unter dem Markthallendach ist das für viele Besucher selbstverständlich. Zumal Bürgermeister Arno Werner und seine Stellvertreterin Edeltraud von Venrooy beim Schneiden und Schmieren der Brote kräftig Hand angelegt hatten.

Bevor aber die Feier auf dem Bavierplatz losgehen konnte, musste erst der Erntebaum in einem kleinen Festzug am Kirchplatz abgeholt und auf der Wiese im Bavierpark aufgestellt werden.

Diesen Teil des Festes übernahmen die Ercroder Jonges, die bei ihrem Marsch sowohl von den Karnevalisten als auch von Tambourcorpsmusikern und Helfern des THW Haan unterstützt wurden. Dem Zug voran schoben Sitta Köppen und Baas Alfred Niek von den Jonges zwei mit Feldfrüchten geschmückte Handkarren durch den Ort, ihnen folgte die Kutsche, auf der neben Bürgermeister Arno Werner auch die Unterbacher Weinkönigin Monika Beckmann Platz genommen hatte.

Eine Weinkönigin hier in der Region? "Na klar, hier wachsen ja auch Trauben", betonte der Baas der Jonges. Wo? "Bei mir im Garten. Muskateller. Wenn die Vögel was übrig lassen", räumte er ein.

2011 wird ein guter Jahrgang

Auch einige Geschäftsleute waren mit von der Partie bei der Organisation des Festes. Erstmals dabei war das Weingut Richter-Mohr aus Kettenheim/Rheinhessen (bei Alzey). Seniorchef Erwin Mohr stand als Ansprechpartner zur Verfügung, bot kleine Proben aus dem Sortiment des mittelständischen Weinguts.

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Längst werden dort aber nicht nur die aus der Rheinregion gewohnten Trauben wie Riesling gekeltert, auch Rotweinsorten wie Dornfelder und Portugieser gedeihen dort gut, verriet der Fachmann, dessen Betrieb sich ganz auf die Selbstvermarktung bei Veranstaltungen wie dem Erkrather Erntedankfest konzentriert.

Schon seit Jahren komme er regelmäßig zum Hoffest von Gut Aue in Hubbelrath, dort sei er angesprochen worden, ob er auch mal in Erkrath mitmachen möchte. Für 2011 rechne er übrigens mit einem guten Jahrgang, verriet er den Besuchern. Sowohl mit der Menge als auch mit der Güte der Trauben sei man zufrieden nach dem eher schlechten Weinjahr 2010.

Werbung für Geflügelschau

Mit einem besonders schön dekorierten Stand war der Rassegeflügelzuchtverein Erkrath vertreten. Der Verein nutzte die Gelegenheit, schon mal für die Geflügelschau am 22. und 23. Oktober im Bürgerhaus Hochdahl die Werbetrommel zu rühren.

Eigentlich müsste das Fest noch mehr Erntecharakter haben, er wünsche sich, dass noch mehr Stände entsprechend dekoriert würden, merkte Niek bedauernd an. Immerhin, seine Treckerfreunde boten gleich neben der Bühne landwirtschaftliche Produkte von Höfen aus der Region zum Kauf an.

(mue)
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