1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Mettmann: Endspurt Weihnachtsgeschäft

Mettmann : Endspurt Weihnachtsgeschäft

Die Hoffnungen vieler Einzelhändler in Mettmann, Erkrath und Wülfrath wurden enttäuscht. Sie setzen jetzt auf die letzten beiden Tage. Reisen in die Emirate sind in diesem Jahr der Renner.

METTMANN/ERKRATH/WÜLFRATH Die Geschenke unter dem Tannenbaum fallen bei vielen etwas kleiner aus als früher, denkt Michael Trojanowski, Geschäftsführer von Hertie in Mettmann, beim Rückblick aufs Weihnachtsgeschäft. Man könne eine gewisse Kaufzurückhaltung feststellen. Andererseits rechnet er kurz vor dem Fest mit einem richtigen Endspurt: Vor allem der Samstag sei extrem wichtig. In den meisten Abteilungen wie Parfümerie, Uhren, Schmuck und Spielwaren sei das Angebot groß. Eng werde es hingegen bei Unterhaltungselektronik und Spielekonsolen.

Beim Fernseher gehe der Trend zum Flachbildschirm, berichtet Gerd Wolgast, Inhaber von SP Janscheid. Die alten Bildröhren seien kaum noch gefragt. Allerdings habe er im Gegensatz zu 2006 kein besonderes Weihnachtsgeschäft festgestellt. Damals habe die Mehrwertsteuererhöhung viele zum schnellen Umstieg auf die flache Mattscheibe veranlasst. Gefragt seien verstärkt MP3-Player und kleine Tivoli-Radios – funktional und schön im Design. Kunden schätzten die einfache Bedienung.

  • Mettmann : Geschenktipps für den „letzten Drücker“
  • Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten
    Die Zahlen vom Sonntag : Inzidenz im Kreis Mettmann steigt weiter
  • Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten
    Hilden/Haan : Inzidenz im Kreis Mettmann steigt auf 61,8

Kleinigkeiten auf dem Vormarsch

Die Zeit großer Geschenke sei vorbei, sagt Heidi Luckau von der Parfümerie an der Oberstraße in Mettmann. Ganz ohne Präsent wollen viele aber doch nicht dastehen. „Kleinigkeiten laufen sehr gut. Die Kundenfrequenz ist angestiegen, aber die Beträge, die ausgegeben werden, sind gesunken“, so ihr Eindruck. Düfte, Modeschmuck, Duschgel und Pflegecremes liefen sehr gut, sicher auch noch an den letzten beiden Tagen vor dem Fest.

Zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft ist Birgit Aehling vom gleichnamigen Küchenzubehörladen in Erkrath. Seit einiger Zeit werde wieder mehr auf Qualität geachtet. „Die Leute kaufen lieber einen Schneebesen weniger, dafür aber vom Markenhersteller“.

Ihre Kunden sind erstaunt, welch umfangreiches Angebot es auch an ihrem Wohnort gibt, hat Beate Altmann von Juwelier Koch in Wülfrath festgestellt. Statt sich in das hektische Vorweihnachtsgeschäft der umliegenden Großstädte zu stürzen, sollte man doch zunächst örtliche Fachgeschäfte aufsuchen. Dort habe das Personal noch reichlich Zeit für die Kunden.

Sehr zufrieden sind Christel Malchow und Bärbel Brühl von Casa y Mar in Erkrath. Vor allem die kleinen Mitbringsel wie ausgefallene Schlüsselanhänger seien der Renner gewesen, berichten sie. Für ihr zweites Standbein, die Vermittlung von Reisen, ist das Weihnachtsgeschäft schon im Sommer gelaufen. Viele Kunden sind über die Feiertage auf Kreuzfahrt oder verbringen das Fest in den Emiraten. Die sind „der Renner“, so Christel Malchow.

(RP)