Erkrath: Eine offene Gesellschaft

Erkrath : Eine offene Gesellschaft

Die St.-Sebastianus-Schützen legen Wert darauf, dass zum Titularfest alle Bürger willkommen sind. Am Wochenende feiern sie in der voll besetzten Erkrather Stadthalle und tanzen bis in die Nacht.

Die Stadthalle ist besetzt. Lange Tischreihen ziehen sich von der Bühne bis weit in den Saal hinein. In der Mitte wurde für eine große Tanzfläche Platz gelassen. Bei dem Titularfest der St.-Sebastianus Bruderschaft ging es am Samstagabend hoch her. Über 320 Gäste feierten am Abend zu Ehren des Schutzpatrons St. Sebastianus. Eine entsprechende Figur wurde umringt von Kerzen auf die Bühne gestellt. Daneben spielte die Kapelle "Gengel".

Das Besondere an diesem Abend: Zu Gast waren nicht nur Mitglieder des Vereins, auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt waren eingeladen, den Abend mit den Schützen zu verbringen. "Seit etwa fünf Jahren bemühen wir uns darum, den Bürgern näherzukommen", sagt Jürgen Krüger vom Reiterkorps. "Wir wollten nicht mehr hinter verschlossenen Vorhängen feiern, alle, die in dieser Stadt leben, sollten die Möglichkeit bekommen, mit uns eine schöne Zeit zu verbringen", sagt er. Das wird von den Erkrathern gut angenommen.

Keine Nachwuchssorgen

Besonders stolz sind die Schützen auf ihren Nachwuchs. "Auch der ist nicht nur aus den eigenen Reihen", sagt Krüger und deutet auf einen langen Tisch mit Kindern und Jugendlichen. "Viele kamen durch ihre Verwandten zu uns, doch einige auch über Schulfreunde", sagt er. Cedric Gumpertz gehört zur ersten Kategorie. "Ich bin jetzt seit vier Jahren in der St.-Sebastianus-Bruderschaft", sagt der Jungschütze. Der 16-jährige Schüler hat dort viele Freunde und großen Spaß an den verschiedenen Aktivitäten der Jungschützen. "Wir treffen uns jede Woche am Schießstand, um zu üben und Spaß zu haben", sagt er. Darüber hinaus wirkt er bei dem jährlichen Titular- und Schützenfest mit. Bevor er vor zwei Jahren zum Jungschützen aufgestiegen ist, war er zwei Jahre lang bei den Pagen. Dort ist er über seinen Großvater hingekommen. "Er ist im Reiterkorps und hat mich sozusagen hierher gebracht", sagt Cedric fröhlich. Musik erklingt, und alle Anwesenden erheben sich. Zeit für den Königswalzer. Schützenkönig Thomas Kirchhoff eröffnet zusammen mit der Schwiegermutter seines ältesten Sohnes Franz den festlichen Teil des Abends. Seine Ehefrau und Königin Annette Kirchhoff steht ihm am Abend dabei aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Seite. Nach und nach füllt sich die Tanzfläche mit Paaren, unter ihnen das Prinzenpaar. Gefeiert wird bis tief in die Nacht.

(mego)
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