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Mettmann: Ein Kandidat und drei Fragezeichen

Mettmann : Ein Kandidat und drei Fragezeichen

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Fabian Kippenberg will bei der Wahl des Mettmanner Bürgermeisters im Herbst antreten. Doch gegen wen muss er sich stellen? Mögliche Gegenkandidaten haben sich noch nicht erklärt.

Nach der Entscheidung von Bernd Günther, aus persönlichen Gründen nicht erneut für das Amt des Mettmanner Bürgermeisters zu kandidieren, erklärte gestern CDU-Stadtverbandsvorsitzender Fabian Kippenberg (34) seine Absicht, Bürgermeisterkandidat zu werden.

Kippenberg: "Mein politisches Handeln habe ich in der Vergangenheit immer an den Interessen Mettmanns orientiert. Dem CDU-Vorstand sowie dem Vorbereitungsgremium zur Bürgermeisterwahl 2015 habe ich mein Interesse an einer Kandidatur mitgeteilt." Kippenberg möchte das CDU-Vorbereitungsgremium, den CDU-Vorstand und auch die nominierende Mitgliederversammlung von seiner Kandidatur überzeugen. Der CDU-Vorstand wird am 9. Februar den CDU-Bürgermeisterkandidaten vorstellen, Ende Februar entscheidet die Mitgliederversammlung. "Sofern ich das Votum der CDU erhalte, stehe ich allen anderen Parteien gerne für Gespräche zur Verfügung."

Damit spricht Kippenberg besonders die FDP an. Möglicherweise einigt man sich auf einen gemeinsamen Kandidaten. Aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Parteien schloss Kippenberg gestern nicht aus. "Ich werde mit allen Gespräche führen." Als Stadtverbandsvorsitzender der CDU wünscht er sich den Kandidaten zur Wahl, der die beste Aussicht auf den Wahlerfolg hat und auch von anderen Parteien unterstützt werden kann.

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Sein Handeln, so Kippenberg, sollte ausschließlich an der Frage orientiert sein: 'Was ist das Beste für Mettmann?'. Fabian Kippenberg, gebürtiger Mettmanner, ist Mitglied der Feuerwehr, hat Sozialwissenschaften sowie Kommunikations- und Medienwissenschaften studiert und abgeschlossen. Er arbeitete danach vier Jahre als Pressereferent im höheren Dienst beim Technischen Hilfswerk, absolvierte ein Mediationsstudium und gründete eine Firma für Kommunikationsdesign. Er besitzt Verwaltungserfahrung und hat als Bürgermeisterstellvertreter bereits Termine für die Stadt wahrgenommen und ist dabei gut angekommen.

Andrea Rottmann: Wird sie für die SPD antreten?
Offiziell ist es zwar noch nicht, aber so lange dauern kann es eigentlich auch nicht mehr, bis Andrea Rottmann offiziell für die SPD in den Ring steigen wird. Der Wahlkampf hat eigentlich schon gestern begonnen und so langsam wird es Zeit für eine parteiinterne Entscheidung. Andrea Rottmann könnte sich gegenüber männlichen Bewerbern abheben. Sie ist eine Frau, hat Verwaltungserfahrung und ist als Fraktionsvorsitzende in der eigenen Partei gut vernetzt. Die ehemalige Erste Beigeordnete der Kreisstadt Mettmann müsste aber im Rathaus einiges verändern. Sie trifft dort auf viele ehemalige Kollegen. Dies muss kein Vorteil sein.

Jan Söffing: Nichts genaues weiß man nicht
Jan Söffing (FDP) will erst mal abwarten, wie sich die anderen Parteien in Sachen Bürgermeisterkandidatur positionieren. Erst dann wolle er sich erklären. Die Liberalen könnten mit CDU oder SPD ein Bürgermeister- Wahlbündnis eingehen. Somit würde die FDP ohne einen eigenen Kandidaten ins Rennen gehen. Übrigens: Nicht zum ersten Mal sind die Liberalen ein Kandidaten- Bündnis mit der CDU eingegangen. "Ich will nichts ausschließen, aber auch nichts zusagen", erklärte Söffing gestern und ließ eine eigene Kandidatur bewusst offen. In der Bürgerschaft gilt Söffing als kompetenter Politiker, dem ein Bürgermeisteramt zugetraut wird.

Thomas Dinkelmann: Einmal hat er schon verloren
Thomas Dinkelmann ist ein Taktiker. Er hat bislang noch nicht mitgeteilt, ob er noch einmal als unabhängiger Bürgermeisterkandidat antritt, oder nicht. Ob es ihn dennoch zu gegebener Zeit auf die Liste der Kandidaten ziehen wird, lässt er nach wie vor offen. "Das hängt von den Signalen ab, die ich bis dahin noch bekomme und auch von den durch die Parteien aufgestellten Kandidaten. Außerdem bedarf so etwas auch einer gut überlegten, persönlichen Entscheidung", sagte er vor einem Jahr. Kritiker werfen ihm vor, dass er sein Engagement im Bürgerforum und in Sachen Denkmalschutz nutze, um sich in der Öffentlichkeit populär zu machen.

(RP)