Ein Jahr voller unvergesslicher Erlebnisse

Jugendaustausch in Mettmann : Ein Jahr voller unvergesslicher Erlebnisse

Nehuen Sanchez verbrachte als Austausschüler ein Jahr in Mettmann. Ermöglicht hat das der Rotary-Club.

Ein Jahr war der Argentinier Nehuen Sanchez nun zu Gast in Mettmann. Eine Zeit, die er sicherlich nicht vergessen wird. Der 18-Jährige nahm, wie auch Daniela Freitas aus Brasilien, am großen Jugendaustausch-Projekt des Rotary Clubs teil. „Wir wollen weltweite Verknüpfungen aufbauen“, betont Clubmitglied Regina Linde. Im Gegenzug sind jedes Jahr zwei Jugendliche in Mettmann, wo sie in verschiedenen Gastfamilien untergebracht werden. Nehuen war in vier Familien. „So können die Jugendlichen verschiedene Familienstrukturen kennenlernen“, erklärt Niklas.

Der argentinische Jugendliche hat sich in allen Familien wohl gefühlt. „Sie waren alle supernett“, sagt er. Nehuen spricht ziemlich gutes Deutsch. „Das habe ich alles hier gelernt“, verrät er. Dafür hat er regelmäßig Deutschunterricht in Erkrath besucht. „Und mit meinen Familien und Freunden hier habe ich viel gelernt.“ Auch Daniela, die erst Ende Januar nach Mettmann gekommen ist, kann sich bereits gut verständigen. Doch nicht nur die Sprache und Familienverhältnisse kennenzulernen, sind die Jugendlichen in Mettmann. Sie gehen auch hier zur Schule und dürfen an Reisen teilnehmen.

So wundert es nicht, dass Nehuen und Daniela als ihr schönstes Erlebnis die vom Rotary Club organisierte Europareise nennen. Für drei Wochen waren sie in den europäischen Kulturmetropolen unterwegs. „Wien, Paris, Prag, Florenz, Venedig, Rom“, zählt Nehuen auf. „Auch die Hollandreise war sehr schön“, erzählt die 18-jährige Daniela von der Reise des Rotary Club Mettmann. Von den vielen Reisen hat Nehuen Sticker und Buttons auf seiner Jacke aufgebracht. Dazu noch etliche Visitenkarten von Leuten, mit welchen er in Kontakt bleiben möchte, wenn er am 25. August wieder in seine Heimat zurückkehrt. „Es ist komisch“, gibt er zu. Aber im nächsten Jahr möchte er wiederkommen, um in Europa zu studieren. „Ich weiß noch nicht genau, was“, erzählt er, „vielleicht Modedesign oder Journalismus.“ Daniela hat noch fünf Monate vor sich. „Ich vermisse meine Familie ein bisschen, aber nicht so viel“, verrät sie. Ihre Gastfamilie sei sehr nett und deutsche Freunde hat sie auch schon gefunden. „Man hat gar keine Zeit, um die Familie zu vermissen“, erzählt Marcel Günther, der im Juli 2020 das Amt des Jugenddienstbeauftragten des Rotary Clubs Mettmann von seinem Vorgänger Martin Hagedorn übernehmen wird.

Für die Betreuung der Austauschjugendlichen bringt er eigene Erfahrungen mit, denn Marcel hat 1999/2000 selbst an diesem Jugendaustausch teilgenommen. Er war in Simbabwe. „Als ich dort war, fing es mit den Enteignungen der Farmer an“, erinnert er sich an die ersten politischen Unruhen im Land. Ein besonderes Erlebnis war auch das sommerliche Weihnachten. „Ich habe das Millennium im Pool verbracht“, erzählt er lachend. So ermöglicht der Austausch das Erleben völlig anderer Länder, Kulturen und Gesellschaften – ein Jahr voller unschätzbarer Erfahrungen.

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