Wülfrath: Ein Jahr Gemeinde St. Maximin

Wülfrath : Ein Jahr Gemeinde St. Maximin

Am 1. Januar 2011 wurden die Pfarren St. Joseph, St. Maximin Düssel mit St. Barbara und St. Petrus-Canisius Rohdenhaus in einem Festhochamt zu einer Einheit zusammengeführt.

Die katholische Großgemeinde St. Maximin Wülfrath ist am Sonntag genau ein Jahr alt. Am 1. Januar 2011 wurden die vier Pfarrgemeinden St. Joseph, St. Maximin Düssel mit St. Barbara und St. Petrus-Canisius Rohdenhaus in einem Festhochamt zu einer Gemeinde zusammengeführt, die mit rund 7500 Mitgliedern die größte in der Kalkstadt ist.

Im Gespräch blickt Pfarrer Heinz-Otto Langel auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Das Zusammenwachsen der Großgemeinde wurde durch die vielen Veranstaltungen unterstützt, die anlässlich des Jubiläums der Kirche St. Maximin Düssel (900-jähriges Bestehen) gefeiert wurden.

Erzdiözese forderte Veränderung

Die Erzdiözese Köln hatte dazu angehalten, strukturelle Veränderungen vorzunehmen. 2008 stimmte St. Maximin für eine Pfarreiengemeinschaft, St. Petrus Canisius Rohdenhaus und St. Joseph votierten für eine Fusion, die Erzbischof Joachim Kardinal Meisner ein Vierteljahr später anordnete. Auch Pfarrer Langel war für die Fusion: "Sie bedeutet, dass nicht einer alle schluckt, sondern alle lösen sich auf und bilden eine neue Pfarrgemeinde." Dass diese dann den Namen St. Maximin erhielt, freut Langel sehr, ist seine Gemeinde doch die einzige in NRW, die so heißt. "Es ist ein Privileg, einen solchen Namen zu tragen."

Ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat war bereits im Jahr zuvor gebildet worden. Er wählte Wolfgang Daldrup zum Vorsitzenden. In den einzelnen ehemaligen Pfarreien wurden Ortsausschüsse ernannt, die je eine Verbindungsperson für den Pfarrgemeinderat benannten. "Die örtlichen Befindlichkeiten haben sich schon reduziert", hat Pfarrer Langel festgestellt. Vieles habe sich schon eingespielt. "Das weitere ist jetzt eine Sache der Gewohnheit."

Im Gemeindeheft "Marktplatz" schreibt Wolfgang Daldrup in seinem Rückblick aufs vergangene Jahr: Die Besonderheiten und Eigentümlichkeiten, also das Kennen- und auch Verstehen Lernen der jeweils anderen Mitglieder der Gemeinde, war für alle Beteiligten ein positives Erlebnis."

Neben der aus seiner Sicht erfolgreichen Neuorientierung habe es einige wesentliche Veränderungen gegeben. Er nennt eine "exzellente Messdienerarbeit", eine selbstbewusste Leiterrunde der Messdiener, einen gelungenen und ausbaufähigen Internetauftritt der Gemeinde und einen wegweisenden Entwurf des Pastoralkonzepts.

Fünfköpfiges Seelsorgerteam

An einem hat die Bildung der Großgemeinde nichts geändert: Der Pfarrer kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen, dazu reicht seine Zeit nicht. "Ach kommt der Pfarrer heute nicht", sei dann und wann zu hören, wenn zu verschiedenen Anlässen einer der vier Mitstreiter aus dem Seelsorgeteam kommt. Dazu gehören: Diakon Michael Anhut, Kaplan Roy Sebastian, Gemeindereferent Thomas Golbach und Monsignore Karl Klemens Kunst, Pfarrer i.R. .

Zur Silvestermesse heute um 18 Uhr in der Kirche St. Maximin Düssel kommt Pfarrer Langel ganz bewusst. Er möchte das Jubeljahr Revue passieren lassen. Der ein oder andere habe schon vergessen, mit welchen tollen Veranstaltungen in den letzten zwölf Monaten das 900-jährige Bestehen der Kirche St. Maximin gefeiert wurde. Vom Festhochamt vor einem Jahr über das Kirchweihfest und das Bläck-Fööss-Konzert bis zum Pontifikalamt mit Weihbischof emr. Dr. Klaus Dick im November.

Morgen beginnt für die Gemeinde ein neues Jubeljahr: St. Petrus-Canisius Rohdenhaus feiert 85-jähriges und St. Barbara 75-jähriges Bestehen. Dazu ist auch ein gemeinsamer Kirchenführer in Arbeit.

(RP)