Erkrath: Ein Hoch auf die Majestäten

Erkrath: Ein Hoch auf die Majestäten

Für ein Jahr werden Horst Reuner und seine Ehefrau, Königin Sonja, nun an der Spitze der St. Sebastianer stehen.Schon vor 50 Jahren war der heutige Schützenkönig schon einmal Prinz in der Erkrather Bruderschaft.

Horst Reuner strahlt. Man sieht es ihm an, er ist nicht zufällig König geworden, wie das hin und wieder beim Königsschießen passieren kann, er hat es drauf angelegt. Schon seit drei Jahren arbeite er daran, gesteht der neue König der St. Sebastianus Bruderschaft Erkrath am Rande des Krönungsballes ein. Jetzt hat es endlich geklappt. Für ein Jahr werden Horst Reuner und seine Ehefrau, Königin Sonja, nun an der Spitze der Bruderschaft stehen, und die Erkrather Schützen bei allen Veranstaltungen repräsentieren.

In Schlesien groß geworden

Fünfzig Jahre ist es inzwischen her, dass Reuner zum ersten Mal ein hohes Amt in der Erkrather Bruderschaft bekleidete. In der Saison 1956/57 war er bereits Prinz. Auch wenn er auch nicht hier geboren ist, fühlt er sich doch als alter Erkrather: Aufgewachsen ist er in Niederschlesien (nahe Breslau), 1945 hat es ihn nach Erkrath verschlagen. Und schon 1952, als die Jungschützenabteilung wieder neu gegründet wurde, ist er der Bruderschaft beigetreten.

Beruflich war Horst Reuner im Baugeschäft tätig. So war er zuletzt als Bauleiter für eine große Düsseldorfer Bauunternehmung tätig. Und als nach der Wende für den Aufbau Ost engagierte Leute gesucht wurden, stellte er sich auch dafür zur Verfügung. "Die Jugend wollte nicht rüber, da bin ich halt gegangen", räumt er ein. Fünf Jahre hat er große Bauprojekte in Mecklenburg-Vorpommern betreut. Viele große Kaufhäuser im Raume Stralsund und Greifswald entstanden unter seiner Leitung. Aber auch für die Bruderschaft ist er einmal in die Kluft seiner Zunft geschlüpft. Als im Jahr 2000 von den St. Sebastianern das Kreuz nahe der Autobahn 3 errichtet wurde, hat Horst Reuner in historischer Maurertracht "mit grünem Hut und grünem Schlips" bei der Grundsteinlegung die Urkunde eingemauert.

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Mit dem Rad unterwegs

In seiner Freizeit ist Horst Reuner viel mit dem Fahrrad unterwegs. Und er liebt den Wassersport, fährt zum Segeln gerne in die benachbarten Niederlande. Und ein bisschen sportlich sei er auch, betont er. Immerhin gehöre er der SSV Erkrath schon sechzig Jahre lang an, erläutert der 69-Jährige. Einen großen Titel, wie jetzt die Königswürde, gewann er mit den Fußballern zwar nie, aber Spaß habe es immer gemacht, "ganz besonders bei den Alten Herren". Horst Reuner ist Vater von vier Kindern (zwei Jungen, zwei Mädchen).

In Horst Reuner habe die Bruderschaft einen würdigen Nachfolger für Theo Meyer bekommen, man freue sich auf seine Regentschaft, betonte 1. Brudermeister Dr. Thomas Kirchhoff beim Krönungsball.

(RP)
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