Erkrath: Ein Feuerwerk zum Abschied

Erkrath: Ein Feuerwerk zum Abschied

König Frank Nicolay widmet sich im Jahr seiner Regentschaft besonders der Jugendarbeit.Den Schützenbrüdern und der Erkrather Bevölkerung möchte er zu Fronleichnam ein besonderes Geschenk machen.

Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis seiner Regentschaft war der Einzug als Erkrather Schützenkönig der St. Sebastianus-Bruderschaft in den Petersdom, sagt Frank Nicolay. Die Fahrt nach Rom anlässlich des 525-jährigen Bestehens der Bruderschaft fiel nämlich in seine Regentschaft. Mit seiner Frau Marita genoss der König jede Sekunde der Reise. Vor dem Einzug in den Dom waren 600 Schützen vom Bund Historischer Schützenbruderschaften bei herrlichem Sonnenschein von der Engelsburg zu Fuß bis zum Petersplatz marschiert, stolz und dankbar für dieses Erlebnis. Diese Tage in der Ewigen Stadt konnte das Königspaar gemeinsam genießen. Beide waren vom Erlebten überwältigt.

Silberjubiläum der Eltern

Die Königswürde war jedoch in der Familie keineswegs von Anfang an willkommen. Da benötigte Frank Nicolay schon Überredungskunst, um seine Frau von der Realisierung seines Wunschtraums gerade zu diesem Zeitpunkt zu überzeugen. In der Familie passte es aber dennoch besonders gut. Schließlich waren die Eltern Nicolay vor genau 25 Jahren auch ein Königspaar: Karl-Heinz und Königin Renate. 2008 hatten sie Silberjubiläum. Für die Fortführung der Familientradition ist bereits gesorgt: Die beiden Söhne des Schützenkönigs Lucas und Johannes sind ebenfalls begeisterte Sebastianer.

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In seinem Königsjahr widmet sich der Tischlermeister Frank Nicolay ausgiebig der Jugendarbeit im Verein. Für ihn ist die Pflege der Gemeinschaft von Pagen und Jungschützen sehr wichtig. Die jungen Vereinsmitglieder kegeln zusammen, grillen und feiern Karneval. "Das Schießen steht im Hintergrund. Die Jugendlichen schießen ein- bis zweimal im Jahr", sagt Nicolay, dem die Zurückhaltung gegenüber dieser Sportart nach den schrecklichen Ereignissen der Vergangenheit bewusst ist. "Bei uns sind die Waffen mehrfach geschützt. Da kommt kein Unbefugter ran", betont er.

Ein weiteres Anliegen ist dem König in seiner einjährigen Regentschaft wichtig: Er möchte seinen Schützenbrüdern und der Erkrather Bevölkerung etwas besonders Schönes zu schenken. So hat er sich ausgedacht, dass er zu seinem Abschied beim Fronleichnams-Schützenfest am 10. Juni ein Feuerwerk spendiert. Der Pyrotechniker ist bereits beauftragt. Es fehlt nur noch eine Genehmigung.

(RP)
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