Wülfrath: Ein bergischer Künstler

Wülfrath: Ein bergischer Künstler

Der Trägerverein lädt zum Museumsfest und zur Ausstellungseröffnung ein.Gezeigt werden 52 Arbeiten von Eduard Dollerschell. Das Programm bietet viele kreative Angebote.

Unter der Regie des Trägervereins Niederbergisches Museum finden Sonntag, 9. November, zwei besondere Veranstaltungen statt. Um 11 Uhr wird die Ausstellung, „Eduard Dollerschell – ein bergischer Künstler“, eröffnet. 14 Uhr startet das Museumsfest. „Wir wollen das Museum zum Ort der Begegnung machen“, betonte stellvertretender Trägervereinsvorsitzender Dr. Ulrich Mairose im Pressegespräch. Die langerwartete Ausstellung mit 52 Arbeiten von Dollerschell (1887-1946) wird in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund präsentiert.

Willi Münch Schüler des Malers

„Sie wurde mit dem Versuch konzipiert, einen roten Faden durch das künstlerische Werk zu ziehen, die verschiedenen Entwicklungsphasen darzustellen“, sagte Willi Münch, Heimatbundvorsitzender und von 1944 bis 46 Dollerschell-Schüler. Münch beschrieb den in Wuppertal geborenen Künstler und Weltenbummler als einen „grafisch sehr guten Mann“, der in der Malerei von Franz von Struck, von dessen Farbgebung und Hinwendung zum Symbolismus geprägt wurde. Besonders sei in dem Zusammenhang das Bild, „Moses erhält die Gesetzestafel“ zu nennen, das in der Ausstellung zu sehen ist.

Nachdem sein Stammatelier in Wuppertal 1943 während seiner Abwesenheit den Bomben zum Opfer fiel, bezog Dollerschell 1944 ein Atelier in Wülfrath, Wilhelmstraße 136 (heute Buchhandlung Rüger). Die Arbeiten des Künstlers, heute im Besitz der Stadt, wurden in den 70er Jahren von der Witwe an Münch übergeben um sie „irgendwo auszustellen“. 1987, zum 100.Geburtstag, wurde im Obergeschoss des Museums ein „Dollerschell- Kabinett“ eröffnet.

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Das Museumsfest bietet ein pralles Programm. „Nach alter Tradition mit vielen kreativen Angeboten“, sagte Museums-Geschäftsführerin Christa Hoffmann. Malerin Anke Dinkelbach lässt ein Bild entstehen. Unter Anleitung können Besucher sich selbst an Malerei versuchen. Glaserei Schmidt zeigt den Werdegang von Bleiverglasung. Eine Schmuckkünstlerin weist in die Anfertigung von Modeschmuck ein. An einem Basteltisch können Kinder mit Wollfäden malen und mit Glasplatte drucken. An der Buttonmaschine können eigene Kreationen erstellt werden. In der alten Apotheke wirkt Christian Goltz, von der Altstadtapotheke. Die Hausweberei lädt zum Weben ein. Klaus Jann fotografiert verkleidete Kinder als Hochzeiter.

Dank vieler ehrenamtlicher Helfer ist für Essen und Trinken gesorgt. Der Bürgerverein Wülfrath besorgt das Kuchenbüfett. Die CDU hilft beim Kaffee-Ausschank. Grüne/WWG bieten Milchreis mit Kirschen, die FDP Würstchen, die SPD Getränke.

Wegen der Vorbereitungen zu Ausstellung und Museumsfest bleibt das Museum am 8. November geschlossen.

(RP)
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