Wülfrath: Ehrenring für Willi Münch

Wülfrath: Ehrenring für Willi Münch

Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke ehrt den langjährigen Museums- und Kulturamtsleiter Willi Münch. Er sei ein lebendiges Geschichtsbuch und seiner Heimatstadt eng verbunden, sagt der Laudator Wolfgang Peetz.

Mit dem Ehrenring der Stadt Wülfrath wurde der langjährige Museums- und Kulturamtsleiter Willi Münch gestern im Niederbergischen Museum an der Bergstraße ausgezeichnet. Der Rat habe sich mehr als 22 Jahre Zeit gelassen, bis nach Anjo Jacobs nun erneut jemand geehrt wurde, der sich große Verdienste um die Stadt Wülfrath erworben hat, betonte Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke.

Münch, der als Diplom-Verwaltungswirt zunächst bei der Stadtkasse war, sei es zu verdanken, dass mit ihm als Museumsleiter nach 1957 das Niederbergische Museum zur guten Stube der Stadt ausgebaut wurde, erinnerte sie. Münch habe die Bergische Kaffeetafel dort eingeführt, die Ausstellung um wichtige Details wie die Bedeutung des Kalkabbaus für Wülfrath ergänzt, er sei federführend bei der Städtepartnerschaft mit Ware gewesen, und habe sich um die Denkmalpflege in der Stadt verdient gemacht.

Rheinlandtaler erhalten

Mit vielen Auszeichnungen wurde Münchs Engagement bereits gewürdigt, mit dem Rheinlandtaler ebenso wie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Als Laudator erinnerte Wolfgang Peetz, der nach dem Ausscheiden von Willi Münch dessen Aufgabe als Kulturamtsleiter übernommen hatte, an viele beeindruckende Begegnungen mit dem Geehrten.

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Wiederholt habe er erlebt, dass bei Fragen zu Wülfraths Historie Münch ganz spontan Antworten hatte. Beispielsweise als ein Wülfrather nach dem Erwerb eines alten Gebäudes überlegte, den Brunnen, den es dort früher im Garten gegeben haben sollte, zu reaktivieren. Doch vom Brunnen war keine Spur mehr zu sehen. Er habe das Problem Willi Münch geschildert und der konnte spontan weiterhelfen, berichtete Peetz.

"Er kannte das Haus nicht nur mit einem historischen Namen, er wusste auch sofort, wo der Brunnen war". Wenn man in den Garten komme, stehe rechts ein alter Fliederbaum. Und davor sei der Brunnen gewesen, an dem er als Kind oft gesessen habe. Münch sei ein "lebendiges Geschichtsbuch", hob Wolfgang Peetz hervor.

Für den Landschaftsverband Rheinland dankte Norbert Kühn seinem Weggefährten für dessen unermüdliches Engagement, Münch sei immer so etwas wie der Transmissionsriemen für die Denkmalpflege gewesen.

In seinen Dankesworten wies Willi Münch darauf hin, dass ein Ring ja nicht nur ein Schmuckstück, sondern auch ein Symbol für Treue und Verbundenheit sei. Er sei seiner Heimatstadt immer sehr verbunden gewesen, betonte er und drückte die Hoffnung aus, dass dieses Museum der Stadt erhalten bleibe.

(RP)
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