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Ebay Kleinanzeigen: Mann aus Velbert verschenkt Auto gegen Job

Ungewöhnliche Anzeige auf Ebay-Kleinanzeigen : Mann aus Velbert verschenkt sein Auto gegen einen Job

Schon wieder macht die Firma in der Ahmed A. arbeitet dicht. Im September ist der 48-Jährige dann arbeitslos. Auf Ebay-Kleinanzeigen schlägt er daher einen ungewöhnlichen Tausch vor.

Auf den ersten Blick sieht die Kleinanzeige von Ahmed A. auf Ebay aus wie jede andere. Der Mann veröffentlicht ein Foto seines Autos, schreibt einige Eckdaten wie Jahr der Erstzulassung und Kilometerstand dazu. Lediglich der Preis für das gute Stück macht Leser wohl stutzig: Das Auto ist zu verschenken.

„Gebe es gratis an die Person, die behilflich wird, wenn ich eine feste Stelle als Metaller (…) finde“, schreibt Ahmed A. in seiner Anzeige. Der 48-Jährige habe in seinem Leben bereits zahlreiche Jobs gemacht. Unter anderem habe er als Fluxer (Magnetpulverprüfer), Schweißer, Schmelzer und Stapelfahrer gearbeitet.

Aktuell habe er zwar noch eine Stelle bei einer Firma die früher zu den Ford-Werken gehört habe, jedoch werde diese am 1. September schließen. Man werde in Japan produzieren, weil es dort günstiger sei, schreibt Ahmed A..

Damit er im September nicht arbeitslos ist, habe er bereits zahlreiche Bewerbungen geschrieben. Bislang jedoch ohne Erfolg. Daher entschied er sich wohl zu diesem skurrilen Schritt, sein Auto für einen Job zu verschenken.

Am liebsten wolle er bei Daimler in Düsseldorf arbeiten. Für eine Anstellung dort würde er nicht nur sein Auto verschenken, sondern noch einmal 5000 Euro Belohnung extra vergeben. Ein Job bei Ford komme für ihn nicht infrage. Er wolle bei keiner Firma arbeiten, der „ehemalige Mitarbeiter egal“ seien. Eine klare Ansage.

Bei seinen Gehaltsvorstellungen wird Ahmed A. in der Anzeige ebenfalls konkret. Er verdiene zurzeit 18,34 Euro brutto pro Stunde. Zwei Euro weniger wären bei einem neuen Job noch in Ordnung, aber auf mehr Geld möchte er nicht verzichten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ahmed A. auf sich aufmerksam macht. Er sei früher etwa drei Jahre lang arbeitslos gewesen und habe Hartz IV empfangen. Mit der Situation sei er damals so unzufrieden gewesen, dass er sich in einem Brief an den Bundespräsidenten persönlich gewandt habe. Dank ihm habe er ein Angebot für eine Umschulung zum Kaffeeautomaten-Füller erhalten.