Düsseldorfer Firma zieht nach Mettmann

Mettmann: Die Neuen kommen aus Düsseldorf

Die Stadt hat die erste Fläche im frisch erschlossenen Gewerbegebiet Mettmann-Ost vergeben.

Mit der „Fola Abfülltechnik GmbH“ wird voraussichtlich im April kommenden Jahres ein Betrieb seinen Sitz von Düsseldorf nach Mettmann verlegen. Die geschäftsführenden Gesellschafter Freddy und Helga Mildenberger, Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Mettmanns Wirtschaftsförderer Wolfgang Karp trafen sich gestern im Gewerbegebiet Mettmann-Ost (“Zur Gau“), um den Anlass bei einem Glas Sekt zu feiern. Fola ist das erste Unternehmen, das in dem neu erschlossenen Gewerbegebiet einen Platz findet: Der Betrieb belegt ein 3500 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem er ein rund 1250 Quadratmeter großes Gebäude nutzen wird. Damit sind laut Wirtschaftsförderer Karp noch rund 30.000 Quadratmeter für weitere ansiedlungswillige Unternehmen frei. Die Parzellierung erfolgt nach Bedarf.

Die Firma Fola, benannt nach ihrem ursprünglichen Unternehmensgründer, entstand 1993 und zählt zurzeit zehn Mitarbeiter. Sie füllt Klebstoffe in Gebinde ab, die über den Großhandel an den Endverbraucher zur professionellen und zur Do-it-yourself-Anwendung weiterverkauft werden können. Zwei Jahre lang hat die Suche nach einem geeigneten Standort gedauert. „In Düsseldorf haben wir nichts gefunden, außerdem hätten wir dort ein Drittel mehr gezahlt“, berichtet Unternehmer Mildenberger. Für den Standort in Mettmann spreche die gute Lage und die ebenso gute Anbindung an die Autobahnen. Mit dem Umzug will der Betrieb wachsen; 15 Mitarbeiter und ein jährlicher Umsatz von drei Millionen Euro sind das Ziel. Bürgermeister Thomas Dinkelmann zeigte sich erfreut über das erste potente und ansiedlungswillige Unternehmen im Gewerbegebiet, wies aber zugleich darauf hin, dass Gewerbeflächen in Mettmann weiterhin rar sind. „Das Gewerbegebiet Neanderpark ist nahezu ausverkauft. Jetzt konzentrieren sich die Nachfragen auf dieses, weil es das letzte ist“, sagte Dinkelmann.

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Wirtschaftsförderer Karp berichtet denn auch von einem großen Interesse an den Flächen, „wir haben auch schon Firmen ablehnen müssen, weil sie einfach nicht passen.“ Weitere Entwicklungen im Gewerbegebiet Ost werden nicht lange auf sich warten lassen: Die angrenzende Spedition Scharrenberg, die ihren Betrieb bereits um 7000 Quadratmeter ins Gewerbegebiet Ost hinein erweitert hat, will weitere 5600 Quadratmeter in Anspruch nehmen. Zugleich hält die Stadt Mettmann Ausschau nach Grundstücken, die sie ebenfalls der Wirtschaft anbieten kann - kein leichtes Unterfangen: „Es ist schwierig, in der Niedrigzinsphase Flächen zu erwerben. Niemand will Bargeld“, sagt Dinkelmann.

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