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Diese Großprojekte muss Mettmann stemmen

Ausblick auf 2020 : Diese Projekte muss Mettmann stemmen

Im Jahr 2020 stehen wichtige Entscheidungen an, die die Stadt viel Geld kosten werden. Ein Überblick.

Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Kämmerin Veronika Traumann haben in der letzten Ratssitzung vor der Winterpause einen Überblick darüber gegeben, welche Projekte 2020 geplant sind. Zugleich aber machte die Kämmerin darauf aufmerksam, dass die Stadt Mettmann ein Defizit von 3,7 Millionen Euro aufweisen wird. Mettmann habe im Vergleich zu den anderen kreisangehörigen Städten eine „unverändert schwache Ertragsposition“, sagte Traumann und kündigte an, dem Rat ein Paket an Sparmaßnahmen vorzulegen, über das der Rat entscheiden muss. Da auf Steuererhöhungen verzichtet werden soll, ist damit zu rechnen, dass bei weiterhin schwacher Ertragslage bei den Ausgaben gekürzt wird. Für 2020 sind laut Kämmerin Veronika Traumann Investitionen in Höhe von rund 20,5 Millionen Euro geplant.

Stadthalle Die Stadthalle ist ein Denkmal. So lautet der Ministerentscheid, mit dem die Verantwortlichen nun umgehen müssen. „Das bedeutet aber nicht, dass sie in dieser Form zwingend erhalten werden muss. Wir haben die Möglichkeit, städtebaulich neue Ideen zu entwickeln“, sagte Dinkelmann. Dabei müsse die Wirtschaftlichkeit ein maßgeblicher Faktor sein. Der Rat entscheidet nun darüber, ob die Stadthalle bestehen bleibt oder abgerissen wird. Laut Stadtverwaltung würde die Sanierung der Stadthalle 14 Millionen Euro kosten. Der Betrieb der Halle verursache ein jährliches Defizit von 500.000 Euro.

Veronika Traumann ist Kämmerin der Stadt Mettmann. Sie kündigte jetzt ein Defizit in Höhe von 3,7 Millionen Euro an. Zugleich plant die Stadt Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro. Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Gesamtschule Die Planungen zur Gründung einer Gesamtschule in Mettmann laufen. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 gibt es dazu eine Elternbefragung. Votieren die Eltern für eine Gesamtschule, gilt als wahrscheinlich, dass die Realschule dafür weichen muss. Deren Gebäude soll dann modernisiert werden. Zugleich muss die Stadt ein Übergangsquartier in der ehemaligen Hauptschule schaffen. Die Kosten für den Umbau von Real- in Gesamtschule liegen je nach Variante zwischen 30 und 40 Millionen Euro.

Feuerwehr Die Ertüchtigung der Technik laufe gemäß Brandschutzbedarfsplan weiter, berichtete Thomas Dinkelmann, und die Planungen für den Neubau der Feuerwache an der Peckhauser Straße schreiten ebenfalls voran. Laut Ratsbeschluss soll die Feuer- und Rettungswache am Peckhaus auf dem Gelände der ehemaligen Förderschule errichtet werden. Das Schulgrundstück wurde bereits von der Stadt zurückgekauft. Für den Umbau des Schulgebäudes Peckhauser Straße veranschlagt Kämmerin Veronika Traumann 1,9 Million Euro, für den weiteren Neubau der Feuerwache am Peckhaus eine Million Euro. Mit dem neuen Hauptstandort kann der Zweigstandort in Metzkausen aufgegeben werden. Es bleiben der Standort in Obschwarzbach und ein Gerätehaus am jetzigen Standort der Feuerwehr am Rathaus. In Obschwarzbach soll für die Feuerwehr eine Fahrzeughalle gebaut werden. Kosten: 300.000 Euro.

Kindertagesstätte Die Stadt kauft der Evangelischen Kirche ihr ehemaliges Gemeindehaus in Obschwarzbach ab. Die Stadt kann so „mittelfristig das dringend benötigte Angebot von Kindergartenplätzen in Obschwarzbach erweitern“, indem sie die Grundstücksreserven nutzt, um die benachbarte städtische Kindertagesstätte Obschwarzbach auszubauen. Kosten: 1,9 Millionen Euro.

Hallenbad Sanierung des Hallenbades: 2,2 Millionen Euro. Schulen Brandschutz an Schulen: 400.000 Euro. Straßenerneuerungen: 400.000 Euro.

(arue)