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Diebstahl und Raub in Mettmann - Prozess vor dem Landgericht

Mettmann : Quartett beraubt Senioren – Angeklagte geständig

Tränen flossen am dritten Prozesstag am Landgericht Köln, wo die 14. Große Strafkammer derzeit gegen vier junge Rumänen wegen gemeinschaftlich begangenen Diebstahls und Raubs an mehreren älteren Menschen verhandelt wird.

Das Quartett war unter anderem in Wermelskirchen, Dormagen, Scheeßel, Haan und Mettmann aktiv und immer nach dem gleichen Muster vorgegangen. So wurden die Opfer, allesamt über 70 Jahre alt, zunächst ausspioniert, als sie in Banken größere Geldbeträge abhoben. Im Anschluss näherten sich die zwei Frauen der Bande mit Unterschriftenlisten oder Bettelbriefen. Eine der beiden Frauen lenkte damit die Opfer ab, die andere entwendete dann das abgehobene Geld. Auf diese Weise hatte das räuberische Quartett im Zeitraum zwischen Januar und Mai 2016 laut Anklage etwa 14.000 Euro erbeutet.

Die Angeklagten zeigten sich am dritten Prozesstag allesamt geständig und räumten die Vorwürfe der Anklage vor Gericht vollumfänglich ein. In einer emotionalen Erklärung sagte ein Angeklagter weiter, dass ihm alles sehr leid tue.

Ein Opfer aus dem niedersächsischen Ort Scheeßel wurde  gehört. Der 73-Jährige schilderte ruhig die Geschehnisse. „Ich habe eine Geldbetrag, 5000 Euro, abgehoben, den ich in eine Geldtasche getan habe, dann bin ich zu meinem Auto gegangen“, sagte der Mann.

Eine junge Frau habe an sein Fenster geklopft, habe ihm eine Unterschriftenliste vor die Nase gehalten. „Gleichzeitig öffnete sich die andere Tür und eine andere Frau riss die Geldtasche heraus. Dann sind sie abgehauen.“ Nach einer Verfolgungsjagd, an der sich mehrere Passanten beteiligt hätten, seien die Täterinnen in ein Auto gesprungen und wären entkommen.

Als der Vorsitzende Richter den Mann fragte, wie es ihm heute gehe, brach der ältere Mann in Tränen aus. „Nicht so gut. Ich habe eine Zeitlang Medikamente nehmen müssen.“

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.