Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt: Die unendliche Geschichte der Neandertalhalle

Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt: Die unendliche Geschichte der Neandertalhalle

Noch unklar ist, ob die jüngsten Zahlen für die Sanierung der Stadthalle belastbar sind.

Wir halten immer die Luft an, wenn der Bürgermeister bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Neandertalhalle gefragt wird, ob es diese oder jene Veranstaltung noch im nächsten Jahr geben wird. Bislang hat Thomas Dinkelmann stets eine positive Zusage gegeben, wenngleich er selbst weiß, dass ein großes Fragezeichen hinter der Zukunft der grünen Laubfroschoper steht.

Zur Erinnerung: Bürgermeister Bodo Nowodworski bezifferte im Jahr 2003 die Sanierungskosten für die Halle auf 600.000 (!!!) Euro. Heute, im Jahr 2018, spricht die Verwaltung von Instandsetzungskosten in Höhe von acht Millionen Euro, Tendenz steigend. Die Fraktionen halten sich derzeit bedeckt und fordern genaue Zahlen. Die sollen bis Ende des Jahres geliefert werden. CDU und SPD (Votum Mitgliederbefragung) hatten sich im vergangenen Jahr für eine Sanierung der maroden Neandertalhalle ausgesprochen, sind aber nach den jüngsten Zahlen nachdenklich geworden.

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Sollte die Neandertalhalle saniert werden, würde sie in ihrem Bestand erhalten bleiben. Also keine Barrierefreiheit, keine kleineren Säle usw. Außerdem schwebt das Damoklesschwert "Denkmalschutz" über der Halle. Wenn die Stadt nicht plausibel durch einen Experten erklären kann, warum der Bau kein typisches und erhaltenswertes Gebäude der 80er Jahre ist, dann brauchen wir uns über einen Neubau keine Gedanken mehr machen. Die Konsequenz wäre: Die Halle sanieren und mit den Mängeln leben.

Ob der Plan aufgeht, einen Investor zu finden, der der Stadt eine neue Mehrzweckhalle baut und dafür Grundstücke in der Innenstadt bekommt, ist sehr vage. Bislang stehen solche Investoren vorm Rathaus nicht Schlange.

(RP)