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Erkrath: Die Stolperfallen beseitigen

Erkrath : Die Stolperfallen beseitigen

Bei der Instandhaltung der Geh- und Radwege sieht Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs einen erheblichen Nachholbedarf.Die CDU/FDP-Mehrheitsfraktion lehnte eine Aufstockung der Gelder bei der Etatberatung allerdings ab.

Ältere Menschen, die über das holprige Pflaster auf dem Hochdahler Markt stürzen oder Radfahrer, die sich durch einen dichten Dschungel kämpfen müssen – die Klagen über den Zustand der Geh- und Radwege in der Stadt nehmen zu. Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs sieht einen „erheblichen Handlungsbedarf“. Um die Wege in einen brauchbaren Zustand zu versetzen, müssten seiner Meinung nach in den nächsten zehn Jahren 600 000 Euro in die Hand genommen worden.

Miserabler Zustand

Bei den Etatberatungen im Ausschuss für Umwelt, Planung und Verkehr hatte die SPD beantragt, den Ansatz für die Sanierung der sich in einem miserablen Zustand befindlichen Radwege von 10 000 auf 25 000 Euro anzuheben und zwar für Reparatur und Rückschnitt. Die Mehrkosten sollten den Haushalt nicht zusätzlich belasten. Das Geld sollte vielmehr von den für die Straßenunterhaltung vorgesehenen 300 000 Euro abgezweigt werden. „Es geht nur um Reparatur und Rückschnitt. An Neubau trauen wir gar nicht zu denken“, erläuterte SPD-Sprecher Jan Wolter gestern. Der entlang der Gruitener Straße führende Radweg gilt als besonders unattraktiv.

Aus Sicht der Bürger mit Umweltverantwortung (BmU) ist auch der kombinierte Geh- und Radweg in Kemperdick zwischen Hotel und Park+Ride-Platz in einem nicht akzeptablen Zustand. Der SPD-Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Es bleibt also dabei: Für die Instandhaltung der Gehwege stehen in diesem Jahr 75 000 Euro und für die 30 Kilometer Radwege 10 000 Euro zur Verfügung. Bürgermeister Arno Werner bestätigt, dass nach der Bewertung des Wegenetzes im Zusammenhang mit der neuen Haushaltsführung „immer was zu machen ist“. Er erinnert auch an die Anträge der Grünen aus vergangenen Jahren, Mittel für den Unterhalt von städtischem Eigentum für andere Wünsche zu nutzen. Bei der Sanierung von Radwegen müssen nach Auffassung des Bürgermeisters Prioritäten gesetzt werden. „Wir müssen uns entscheiden, ob wir schöne Wege wollen oder ob mehr Flächen saniert werden sollen.“ Als Beispiel für eine ästhetisch geglückte Sanierung nennt Werner den Parkplatz gegenüber dem Rathaus mit starken Aufbrüchen im Pflaster. Dabei sei allerdings auch zu berücksichtigen, dass den deutlich vergrößerten Baumscheiben vier Stellflächen zum Opfer gefallen sind.

Mit einem anderen Antrag war die SPD im Ausschuss für Planung erfolgreich: Die Planungsmittel für die Verkehrsberuhigung der Hauptstraße in Höhe von 10 000 Euro sollen schon 2009 in den Haushalt eingesetzt werden. Dafür gab’s bei zwei Enthaltungen eine knappe Mehrheit. „Die Verlängerung der Bergischen Allee soll 2010 fertig werden. Da wollen wir rechtzeitig die Planung für den Umbau der stark belasteten Hauptstraße vorhalten“, begründete Wolter den Antrag. KOMMENTAR

(RP)