Mettmann: Die schönsten Hingucker aus dem Neandertal

Mettmann : Die schönsten Hingucker aus dem Neandertal

Die Mettmanner Künstlerin Martina Chardin gibt mit Gerd-Christian Weniger, Direktor des Neanderthal Museums, Willy Schaefer, Chef der Kalksteinwerke, und dem Landschaftsarchitekten Richard Bödeker einen Fotoband heraus

Martina Chardin liebt die Natur und ganz besonders das Neandertal mit seinen knorrigen Bäumen, seinem geheimnisvollen Unterholz, seinen Fließgewässern und Auerochsen. Fast zwei Jahre lang war die gelernte Werbefotografin mit ihrer Kamera den Schönheiten des Naturschutzgebietes auf der Spur. Kurz nach Weihnachten wird sie einen 50 Seiten starken Fotoband präsentieren mit Texten von Gerd-Christian Weniger, Direktor des Neanderthal Museums, Willy Schaefer, Chef der Kalksteinwerke, und des Landschaftsarchitekten Richard Bödeker. "Die Idee zu dem Bildband kam mir und meiner Freundin und Atelierpartnerin Gabriele von Mauschwitz bei einem Urlaub mit meiner Freundin in Irland", erzählt Chardin in ihrem Atelier in der Alten Fabrik in Mettmann an der Elberfelder Straße. "Fürs Neandertal gibt es bisher kein Buch in dieser Form."

Auf ihren Fotosafaris hat Martina Chardin nichts arrangiert oder gestellt. "Ich wollte, dass alles so bleibt, wie es ist", sagt sie. "Ich habe mich einfach nur immer im Kreis um mich selbst gedreht und in alle Richtungen fotografiert." Herausgekommen sind geheimnisvolle Nebellandschaften, grüne Elfen-Wälder, karstige Steinbrüche, Skulpturen im Einklang mit der Natur und vieles mehr. Aber auch die interessante Architektur des Neandertalmuseums und Innenaufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven hat sie für ihren Bildband zusammen getragen.

"Ich wollte etwas Schönes fotografieren, das stimmungsvoll und informativ zugleich ist, etwas, mit dem ich auch Ortsfremde ins Neandertal locken kann. Die Leute können hier den ganzen Tag auf den Spuren meiner Bilder wandeln, wenn sie wollen", sagt die Fotografin. Besonders Aktivurlauber, die gerne auf dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, will Chardin durch ihre Fotos auf das Neandertal aufmerksam machen. Vorgesehen ist auch, einige ihrer Fotos mit GPS-Daten zu versehen, so dass man die Orte einfacher finden kann.

Aber auch für die Kenner des Tals soll der Fotoband ein Leckerbissen sein. Zu allen Tageszeiten hat sich die Naturliebhaberin draußen aufgehalten und immer wieder andere Stimmungen eingefangen. "Wer ganz früh morgens spazieren geht, wird bestimmt Stellen zu bestimmten Uhrzeiten erkennen. Und wer bei Sonnenuntergang unterwegs ist, auch. Hauptsächlich wird es großformatige Bilder über zwei Seiten geben. Chardin verspricht ein Softcover mit sehr gutem Druck und eine künstlerische Gestaltung, die beim Betrachter Emotionen weckt. Selbst die sachlichen Fotos vom Neanderthal Museum und der Fundstelle des Neandertalers tragen ihre individuelle Handschrift und sind echte Hingucker. Für 19,90 Euro soll der Bildband im Museumsshop und in hiesigen Buchhandlungen sowie bei der Künstlerin selbst zu haben sein. Den genauen Termin der Veröffentlichung ihres Fotobandes wird Martina Chardin in den nächsten Wochen bekanntgeben.

(RP/ac)
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