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Wülfrath: Die neue Schulepoche beginnt mit Elan

Wülfrath : Die neue Schulepoche beginnt mit Elan

78 Schüler und Eltern feierten gestern mit den Lehrern den Start der neuen Sekundarschule in Wülfrath. Haupt- und Realschule bestehen weiter – laufen aber in den nächsten Jahren aus. Schulleiter Heiko Mavius ist optimistisch.

78 Schüler und Eltern feierten gestern mit den Lehrern den Start der neuen Sekundarschule in Wülfrath. Haupt- und Realschule bestehen weiter — laufen aber in den nächsten Jahren aus. Schulleiter Heiko Mavius ist optimistisch.

Dass das neue Schuljahr begonnen hat, merkt man am Schulgelände an der Bergstraße daran, dass sämtliche nah gelegenen Parkplätze belegt sind. Gestern Morgen war es dort besonders voll, denn die Eltern der 78 neuen Sekundarschüler wollten unbedingt die offizielle Aufnahme ihrer Sprösslinge in die höhere Schullaufbahn miterleben.

Sie wurden mit einigen sehr lebensfreudigen Signalen auf die "manchmal harte Schulzeit", so Schulleiter Heiko Mavius in seiner Begrüßung, eingestimmt. Der erste Jahrgang der neu geschaffenen Sekundarschule wurde von der Zirkus-AG und ganz besonders von der Schulband der Realschule nicht im steifen Rahmen eines ritualisierten Verwaltungsaktes aufgenommen, sondern formvollendet in den penälesken Lebensabschnitt hineingefeiert. Die Band spielte auch den Eingeschulten aus dem Radio bekannte Hits wie Totos "Africa" in atemraubender Weise.

Wurde zu Beginn dieses Festtages mit der Einladung zu einem Gottesdienst, der inhaltlich auf das Aufspüren von Talenten ausgerichtet war, noch eine recht klassische Form gewählt, so war dieser musenküssliche Empfang der frischerkorenen Fünfklässler im internen Silentiumsraum wirklich außerordentlich.

Mavius hört im Weiteren mit sichtlicher Freude, dass seine anstrengende Zeit als Einzelkämpfer an der Spitze der Neugründung spätestens zu den Herbstferien im Oktober ihr Ende finden soll. Dann soll das Auswahlverfahren immer noch vakante Stelle des stellvertretenden Schulleiters abgeschlossen ein, berichtet Jürgen Volkmer, der als schulfachlicher Referent der Bezirksregierung Düsseldorf die behördliche Koordinierung der landesweit 42 neuen Sekundarschulen verantwortet.

In seinem Grußwort, ganz im Gegensatz zum Schulbandsound sehr besonnen, gar nachdenklich gestaltet, übermittelt erst die guten Wünsche der Regierungspräsidentin. Die gestern hörbare individuelle Schulkultur in der bewährten Tradition der Realschule wird zumindest noch die ersten sieben Tage der neuen Klassen bestimmen, denn diese wurden zur ereignisreichen Schnupperwoche ausgestaltet, wie Lehrer Thomas Schröder erzählt.

Noch in dieser Kalenderwoche soll es etwa eine Rallye über das Schulgelände geben. Gemeinsam mit der Kollegin Julia Breuer bildet Schröder das Klassenlehrerteam der 5A.

In die geht nun Marvin Emmerich, der zusammen mit einigen Mitschülern von der Lindenschule hinübergewechselt ist und staunt: "Ich habe mir das hier alles genauso, wie es nun ist, vorher vorgestellt. Aber dass die hier so gut singen können, hätte ich nicht gedacht." Da er Gitarre spielt, möchte er bald in der Schulband mitmusizieren. Seiner Mutter fiel die Wahl der Schule nicht schwer: "Ich war selbst hier auf der hiesigen Realschule und hatte damals auch einen sehr guten Einstieg."

Sehr symbolträchtig geriet die feierbeschließende Aktion des 78-fachen Luftballonsteigenlasssens. Doch schaute man sich um, drohte keiner aus der Schulgemeinschaft mit abzuheben.

(lard)