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Mettmann: Die neue S 8: Größer, breiter, schneller

Mettmann : Die neue S 8: Größer, breiter, schneller

Gestern wurden die Züge am Düsseldorfer Hauptbahnhof vorgestellt. Eine Toilette ist wieder vorgesehen.

Zwar sind es mit der S-Bahn vom Düsseldorfer Hauptbahnhof bis nach Erkrath nur knapp neun Minuten Fahrzeit - manch ein Fahrgast würde aber trotzdem gerne die Toilette benutzen. Bislang gab es keine in den Wagen der S 8, doch das wird sich nun ändern. Gestern stellte die Deutsche Bahn auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof die neue Generation von S-Bahn-Zügen vor.

Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember nehmen die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) 28 hochmoderne Züge in Betrieb. Für die Fahrgäste auf der S8 - rund 70 000 am Tag - sollen die neuen Züge mehrere große Vorteile bringen. Sie verfügen über eine hohe Beschleunigung und einen Antrieb auf allen Achsen, der störungsfreies Fahren auch bei schlechter Witterung ermöglichen soll.

Dadurch sind die Züge laut VRR besser in der Lage, Verspätungen aufzuholen. Beim Verkehrsverbund spricht man vom "Porsche unter den S-Bahnen". Zu den Neuerungen gehören auch ausfahrbare Schiebetritte, die Ein- und Ausstieg erleichtern. Manche Stationen verfügen aber noch über eine 20 Zentimeter höhere Bahnsteigkante, die den Einstieg mit Rollstuhl oder Kinderwagen erschwert. Diese sollen nach und nach angepasst werden.

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Eine echte Neuerung sind Toiletten - die gab es vorher in noch keiner elektrischen S-Bahn im VRR. Die behindertengerechten Sanitäranlagen, zu denen auch ein Wickeltisch gehört, waren seit langem ein Wunsch von Fahrgastverbänden, Senioren- und Behindertenvertretern sowie NRW-Verkehrsminister Michael Groschek.

Laut VRR sind sie insbesondere auf der S8 wichtig, die mit einer Streckenlänge von 117 Kilometern fast einem Regionalzug entspricht und von vielen Fahrgästen für längere Wege genutzt wird. Die Linie startet in Mönchengladbach und endet (ab Hagen unter der Bezeichnung S5) in Dortmund. Allein in Erkrath werden drei Haltestellen angefahren. Die Bahn verspricht eine sorgfältige Pflege, die Toiletten sollen täglich umfassend gereinigt werden. Die Züge vom Typ Coradia Continental stammen von der Alstom Transport GmbH. Die 28 Fahrzeuge haben rund 140 Millionen Euro gekostet.

Wer mit der Regiobahn von Mettmann in Richtung Düsseldorf unterwegs ist, wird allerdings auch in Zukunft auf Toiletten verzichten müssen. Zwar erweitert das Unternehmen mit der Streckenverlängerung nach Wuppertal seinen Fuhrpark, wird jedoch auch bei den neuen Wagen auf Toiletten verzichten. Ulrich Bergmann, Geschäftsführer der Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft, begründete das vor kurzem mit Einbau- und Wartungskosten, kurzen Reisewegen und Fahrzeiten sowie mit dem Gebot der Gleichbehandlung.

"Wir sind als regionale Bahngesellschaft nicht verpflichtet, Toiletten in unseren S-Bahnen anzubieten", sagt Bergmann.

(RP)