Erkrath: Die Mensa eröffnet

Erkrath : Die Mensa eröffnet

Das Gymnasium am Neandertal und die Realschule feiern ihre neueste Errungenschaft. Wie nur wenige andere Städte kann Erkrath nun an allen weiterführenden Schulen Ganztagsunterricht anbieten.

Zunächst einmal war Stühlerücken angesagt bei der offiziellen Eröffnung der neuen Mensa von Gymnasium und Realschule in Alt-Erkrath. Bei der Vorbereitung für die Feier hatte der Bestuhlungsplan nämlich nicht vorgelegen und es war einfach ein großes Oval ausgerichtet worden.

Nachdem dieses kleine Problem beseitigt war, konnte der Festakt mit den offiziellen Reden und einigen Darbietungen aus den Reihen der Schüler beginnen, und sogleich wurde deutlich, dass dieser neue Raum zwischen den beiden Schulen mehr ist, als nur ein Ort der Essenseinnahme. Er ist auch sehr gut für andere Geselligkeiten geeignet, wie die Veranstaltung gestern zeigte.

Soziale Kompetenz stärken

Die multifunktionale Nutzung der Mensa sei gewollt, betonte Hans Gruttmann, Leiter des Gymnasiums am Neandertal. Das gemeinsame Essen biete aber auch die Möglichkeit, die Sozialkompetenz der Schüler zu stärken, denn man könne in dieser Mensa klassen- und schulübergreifend miteinander ins Gespräch kommen. Gruttmann appellierte an alle, sich hier mit Respekt zu begegnen und die Gemeinschaft zu fördern.

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Dem schloss sich Joachim Blum an, stellvertretender Leiter der Realschule. Er erinnerte an die Küchen seiner Eltern und Großeltern, die ebenfalls nicht nur der Essenszubereitung dienten, sondern Orte der Kommunikation waren: "Hier traf man sich, hier hatte man Zeit." Dies wünsche er sich auch für die Mensa, dass sie ein Ort werde, an dem man Zeit füreinander hat, ein Ort, an dem Schüler und Lehrer neue Kräfte sammeln können.

Bürgermeister Arno Werner hob hervor, dass Erkrath nun zu den wenigen Städten zählt, die bei allen weiterführenden Schulen Ganztagsunterricht anbieten kann. Die Stadt habe mit der Einrichtung dieser Mensa ihren Teil dazu getan, jetzt müssten die beteiligten Schulen dies mit Leben füllen. Ins Schwärmen über den gelungenen Bau geriet auch Uwe Schulz vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.

Bereits zum Schuljahresbeginn hatte die Mensa erstmals geöffnet und wurde direkt gut angenommen. Bislang werden pro Tag bis zu 100 Mittagessen ausgegeben, es gebe aber reichlich Kapazitäten für mehr. Die Stadt hat den Betrieb der Mensa einem Caterer übergeben, muss sich so nicht selbst um das Personal kümmern. Das Tagesmenü kostet je nach Ausführung 2 oder 3,70 Euro, aber auch belegte Brötchen sind zwischen 60 Cent und 2 Euro (Schnitzelbrötchen) zu haben. Den Kaffee gibt's für 80 Cent, den Erdbeer- oder Banane-Milch-Drink für 1,20 Euro, Mineralwasser (0,5 Liter) für 90 Cent.

(RP/rl)
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