Mettmann: Die Kreis-FDP ist mit sich zufrieden

Mettmann: Die Kreis-FDP ist mit sich zufrieden

In der Aussprache nach den Reden und Grußworten kam sie, die Kritik an Christian Lindner und seiner Absage an Jamaika: Es hätte für die Ziele der FDP nicht gereicht, war seine Argumentation damals. "Und ist das, was Deutschland nun bevorsteht, vielleicht eine bessere Alternative?", fragte ein Teilnehmer beim FDP-Kreisparteitag am Donnerstagabend im Hildener Bürgerhaus. Es klang schon ein wenig bitter und auch enttäuscht: Nach einer so furiosen Aufholjagd, wie sie die Liberalen vergangenes Jahr zeigten, eine Regierungsbeteiligung selbst auszuschlagen - das kam nicht bei allen an der Basis gut an. Da habe man es im Land doch besser gemacht. Flotte Verhandlungen mit der CDU, Regierungsbildung "und nun treiben wir die Union vor uns her", wie es Hauptredner Marcel Haffke formulierte. Der stellvertretende Chef der FDP-Landtagsfraktion erklärte, was sich aus seiner Sicht verändern muss im Land. Da ist die Ausbildung der Erzieher, die reformiert wird: "Es fehlen 16.000 Erzieher." Damit einher geht die erweiterte Öffnungszeit von Kitas: "Wer kann um 16 Uhr Schluss machen, um sein Kind aus der Kita zu holen?"

FDP-Kreisvorsitzender Dirk Wedel, jetzt Staatssekretär im NRW-Justizministerium, unterstrich die Bedeutung der Bereiche Familie und Bildung, die die FDP verantwortet. Außerdem seien die Liberalen wichtig in den Bereichen Justiz und Polizei.

Letztlich waren die Liberalen zufrieden mit ihren Wahlkämpfen und den Mitgliederzuwächsen. Aus dem Kreis Mettmann waren 30.000 Euro in die Finanzierung des Bundestagswahlkampfes geflossen, und die Mitgliederstärke hat laut Klaus Müller, Fraktionschef, einen Rekordstand erreicht: 105 Neue zählt die Kreis-FDP, damit hat sie nun 516 Köpfe. Bundesweit hat die FDP 12.000 Mitglieder hinzugewonnen.

(gök)
Mehr von RP ONLINE