Imagekampagne in Mettmann: Die Feuerwehr wirbt um mehr Mitglieder

Imagekampagne in Mettmann : Die Feuerwehr wirbt um mehr Mitglieder

Durch die steigende Zahl an Feuerwehr-Einsätzen benötigt die Feuerwehr mehr freiwillige Bürger, die sich ihr anschließen. Mit einer Image-Kampagne versucht die Feuerwehr in Mettmann neue Mitglieder zu werben.

Die Feuerwehr Mettmann ist personell gut aufgestellt, sagte der neue Wehrleiter Marco Zerweiss. Der Gesamt-Personalbestand setzt sich wie folgt zusammen: Zur Einsatzabteilung gehören 136 Mitglieder, davon 102 ehrenamtliche Feuerwehrleute und 34 hauptamtliche Kräfte. Hinzu kommen 34 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 31 Mitglieder der Ehrenabteilung.

Doch Feuerwehr-Nachwuchs ist immer willkommen. Leider werde es immer schwieriger, Bürger für die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr zu begeistern. "Dies liegt vor allem am veränderten Freizeitverhalten und daran, dass sich junge Leute nicht für längere Zeit bei Vereinen oder Institutionen binden wollen."

Durch gezielte Image-Kampagnen versuchen die Feuerwehren und der Feuerwehrverband, Männer und Frauen für den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Dienst bei der Feuerwehr zu begeistern. Bei seinem Bericht erläuterte Marco Zerweiss die Einsatzzahlen. Insgesamt sei festzustellen, dass im Jahr 2016 mehr Einsätze zu verzeichnen waren, als im Jahr zuvor. Brände gab es 2016 78, zuvor waren es 68. Die Anzahl der Hilfeleistungen betrug 404 (325). Erstversorgungen waren 203 vorzunehmen (148). Sonstige Einsätze gab es 34 (61). Die Anzahl der Fehlalarme betrug 83 (61). Während es 2016 im Rettungsdienst 6.950 Notfalleinsätze gab, waren es Vorjahr 6.615.

Die Gruppenleiter Dirk Fischer und Mike Heimbecher berichteten über die Aktivitäten der Feuerwehr im vergangenen Jahr, gingen auf verschiedene besondere Einsätze ein, informierten über die abgeschlossenen Baumaßnahmen am Patenspielplatz Neanderstraße und verwiesen auf gesellschaftliche Aktivitäten der Feuerwehr im Jahresverlauf. Dirk Fischer berichtete von der gelungenen Kooperation mit Mettmann-Sport. "Da gibt es eine Menge Aktionen, die wir gemeinsam durchführten. Es ist eine gedeihliche Zusammenarbeit mit ME-Sport, die wir ausbauen wollen." Stellvertretender Kreisbrandmeister Mirko Braunheim stellte die geplante Kreisleitstelle vor und sagte, dass vorerst auf die Einrichtung einer Feuerwehrschule verzichtet werde. Christoph Zacharias, Erster Vorsitzender des Feuerwehrfördervereins, lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Förderverein. "Das ist nicht in allen Kommunen so", fügte er hinzu. Er stellte die einzelnen Fördermaßnahmen vor. Darunter Sporttaschen für die Jugendfeuerwehr, Markierung der Atemschutzgeräte oder Schaukelhelme. Insgesamt stellte der Förderverein 2016 finanzielle Mittel in Höhe von 7.300 Euro zur Verfügung. Bei den vielen Ehrungen ragte die 50-jährige Zugehörigkeit von Manfred Ernenputsch und Gerd Flaskamp heraus. Christian Tetard und Christoph Siegert wurden zum Gruppenführer sowie Rainer Stauff zum st. Stadtjugendfeuerwehrwart ernannt.

(klm)