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Wülfrath: Diakonien wollen Fusion bis Sommer 2014

Wülfrath : Diakonien wollen Fusion bis Sommer 2014

Geldnot zwingt zur Zusammenarbeit der Diakonie Niederberg und der Bergischen Diakonie Aprath.

Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Niederberg und die Bergische Diakonie Aprath (BDA) wollen zusammengehen. Auf der Mitgliederversammlung der Diakonie Niederberg ist dafür der Weg frei gemacht worden. Aufgrund des zunehmenden Kostendrucks und der stagnierenden Zuschüsse der öffentlichen Hand hat die Diakonie Niederberg entschieden, durch Zusammenschluss mit einem geeigneten Partner zu wachsen und sich wirtschaftlich zu konsolidieren. "Die Bergische Diakonie Aprath ist ein starker Partner, der bisher eher stationär orientiert ist. Gemeinsam mit den ambulanten Angeboten der Diakonie Niederberg ergänzen sich zukünftig diese Hilfen und Beratungsangebote für die Menschen in der Region", sagt der Geschäftsführer der Diakonie Niederberg, Werner Starke. Davon werden die Menschen in Niederberg profitieren.

"Wir wollen natürlich weiterhin der verlässliche Partner für die Kommunen sein", sagt Starke. Dem stimmt Jörg Hohlweger, Pfarrer und theologischer Vorstand der BDA, zu: "Kooperationsfähigkeit ist ein zentraler Entwicklungsfaktor in der BDA. Damit streben wir einen Ausbau der ambulanten Angebote und eine Stabilisierung stationärer Arbeitsformen an. Auf diesem Wege wünschen wir uns auch eine engere Verbindung zu den Kirchengemeinden vor Ort", so Hohlweger. Auch der Vorsitzende der Mitgliederversammlung und des Aufsichtsrates des Diakonischen Werkes Niederberg, Pfarrer Wolfhard Günther, betont: "Durch den geplanten Zusammenschluss wird die evangelisch-diakonische Arbeit in unserem Kirchenkreis Niederberg zum Wohle der hier lebenden Menschen gestärkt und langfristig gesichert." Hohlweger und Starke unterstreichen beide, dass sowohl die Arbeitsbereiche wie die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden der Diakonie Niederberg erhalten werden. "Einsparungen wird es im Rahmen der natürlichen Fluktuation geben und auch geben müssen", erklärt Starke. Die Bindung an den kirchlich-diakonischen Tarif gelte selbstverständlich weiter.

Auch die Trägerschaft der Tafel für Niederberg mit ihren Standorten soll erhalten bleiben. Hohlweger bewundert das ehrenamtliche Engagement so vieler Menschen. "Für die BDA ist die Arbeit mit Ehrenamtlern in diesem Ausmaß neu."

Hohlweger und Starke sehen noch viel Arbeit in den nächsten Monaten auf sich und die Mitarbeitenden zukommen: "Bis zum Sommer nächsten Jahres wollen wir einen Vertragsentwurf fertiggestellt haben, der die Fusion dann besiegelt."

(RP)