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DHL: Post in Mettmann kommt auch in Corona-Krise pünktlich

Bürgermonitor : DHL: Post kommt auch in der Krise pünktlich

RP-Leser Bernhard Stoll beschwert sich: Die Briefpost und damit ein wichtiges Schreiben bleiben aus.

Der Blick in seinen Briefkasten gerät bei RP-Leser Bernhard Stoll derzeit mehr und mehr zu seinem Ärgernis. Denn die Briefpost bleibt aus. Dabei erwartet er eigentlich ein wichtiges Schreiben, das ihm auch schon angekündigt wurde. „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier in der Haydnstraße in Mettmann-Süd gestern und heute keine Briefpost zugestellt wurde“, meldet er sich über den Bürgermonitor bei unserer Redaktion.

Der DHL-Wagen sei zwar zu sehen gewesen, doch eine Zustellung des sehnlichst erwarteten Briefes erfolgte nicht. Stoll befürchtet, dass nicht nur sonst übliche Lieferprobleme dazu beitragen: „Es soll bei der Post interne Überlegungen gegeben haben, im Zuge der Corona-Krise die Zustellung massiv einzuschränken.“

Diese Mutmaßung gaben wir an die Deutsche Post DHL Group weiter, deren für Mettmann zuständige Regionalvertretung in Düsseldorf sitzt: „Ist es richtig, dass die Zustellung der Briefpost in der Corona-Krise eingeschränkt wird?“ DHL-Sprecher Rainer Ernzer verneint jedoch: „Im gesamten Bereich von Mettmann sind alle Zusteller jeden Tag unterwegs und stellen alles zu, was morgens an Sendungen vorliegt.“ Allerdings habe die DHL das Team ihrer Zusteller auf ein so genanntes Zwei-Wellen-Zustellverfahren aufgeteilt. Das heißt, eine Gruppe von Zustellern fängt früh an und die zweite Gruppe erst anschließend. So werden die Kontakte der Mitarbeiter untereinander minimiert, und sollte beispielsweise in dem Vormittags-Team ein Corona-Verdacht mit Quarantäne ergeben, können Beschäftigte aus dem Nachmittags-Team einspringen. „Dadurch kann sich die normale Zustellzeit verschieben“, gibt Ernzer zu bedenken.

Häufig äußern Leser über den Bürgermonitor auch den Verdacht, die Post würde an bestimmten Tagen – in Rede steht oft der Montag – schon gleich gar nicht mehr ausliefern, sich diesen Arbeitstag also aus Kostengründen sparen. Stimmt das? „Nein, das trifft nicht zu, denn wir stellen an sechs Tagen in der Woche zu – auch montags“, erläutert Ernzer. Auch bei der Paketpost habe es wegen der Corona-Krise Änderungen gegeben: „So ist zurzeit keine Unterschrift vom Empfänger nötig.“

Generell sei das Sendungsvolumen der Briefpost an Montagen deutlich geringer. Es macht laut Ernzer nur rund zwei Prozent der wöchentlichen Sendungsmenge aus, da montags in erster Linie Privatpost und Zeitungen in die Zustellung gelangen. „Die Geschäftspost, die freitags eingeliefert wurde, ist in der Regel bereits samstags beim Empfänger“, versichert Ernzer.  

Die überwiegend am Samstag über Filialen und direkt ins Briefzentrum eingelieferten Briefe bearbeite die DHL noch am Wochenende. Die Sendungsmenge sei in diesem Fall jedoch deutlich geringer. „Darauf reagieren wir personell und betrieblich. Das kann, dort wo es an diesem Tag Sinn macht, durchaus dazu führen, dass wir zum Beispiel Zustellbezirke aufgrund der geringeren Sendungsmenge zusammenlegen“, erläutert Ernzer. Das ändere aber nichts daran, dass die DHL die Briefpost auch montags ganz regulär zustelle, auch wenn der Zuschnitt der Bezirke und damit die  Uhrzeit der Zustellung gegebenenfalls von den sonstigen Wochentagen abweichen könne.

Es scheint also demnach zu helfen, tagsüber öfter als nur einmal in den Briefkasten zu gucken. Und gibt es trotzdem ein nicht behebbares Problem: Der Kundenservice der DHL ist über Telefon 0228 4333112 erreichbar. Seine erwarteten Briefe hat Bernhard Stoll nach drei Tagen des Wartens übrigens zwischenzeitlich erhalten.