Mettmann: Deutschlehrer Schröder ist zum Lachen

Mettmann: Deutschlehrer Schröder ist zum Lachen

Comedian Johannes Schröder begeistert die Zuschauer in der Mettmanner Kulturvilla.

Wer am Sonntagabend an der Kulturvilla vorbei ging, konnte lautes Lachen vernehmen. Zu Gast war Herr Schröder, seines Zeichens Lehrer für Deutsch und Englisch, aktuell "tätig" an der fiktiven HFG (Helene-Fischer-Gesamtschule) in Köln-Chorweiler. Schnell wurde die Bühne zum Lehrerpult und der Saal zum Klassenzimmer, in dem Herrn Schröders 10a "den morgendlichen Begrüßungs-Singsang" herunterleierte ("Bitte nicht so enthusiastisch und möglichst respektlos, wir wollen doch authentisch bleiben").

Umgehend wurden die Rollen der Zwischenrufer, des Klassensprechers und der Urlaute grunzenden Pubertiere mit Zuschauern aus dem Publikum besetzt. Alsbald war klar: Wir werden am Ende des Abends herzhaft gelacht haben (Futur 2 - nicht nur für Hobby-Germanisten).

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Herr Schröder ließ die Sternstunden seines zwölfjährigen Beamtentums aufleben und die Zuschauer teilhaben an Lehrerzimmer-Anekdoten mit Raclette-Rita (die ihren Spitznamen den obligatorischen Speichelfäden in den Mundwinkeln verdankt), Flirt-Versuchen am defekten Kopierer und seinem ganz eigenen Waterloo, als er bei der Wahl zum Lehrer des Jahres gegen Trillerpfeifen-Theo unterlag. Ausgerechnet der! Sport und Erdkunde, verpackt in einem Traum-Body.

Woher die Sportlehrer denn wissen wollten, dass die Deutschlehrer arrogant seien: Mit denen redet doch schon seit Jahren keiner mehr! Dabei hätte er den Preis des Lehrers des Jahres doch ganz sicher verdient, so sensibel wie er dem Publikum aus dem vertraulichen Tagebuch der Schülerin Anastasia vorlas. Am Ende des Abends hatten wirklich alle gelacht und beim furiosen Final-Rap des "Real Slim Schrödi" applaudierten nicht nur die spontan zu Komparsen ernannten Zuschauer begeistert. Eine glatte 1 für Herrn Schröder.

(RP)