Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt: Der Verkehr bleibt ein Dauerthema

Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt: Der Verkehr bleibt ein Dauerthema

Die Meinung in der Bürgerschaft und im Rat ist geteilt. Bringt die Netztrennung den gewünschten Erfolg oder führt sie zum Veröden der Mettmanner Innenstadt?

Die Fraktion "Bürger für Mettmann" hat eine Diskussion in Gang gesetzt, die von Rat und Verwaltung (eigentlich) ad acta gelegt wurde. Der Planungsausschuss hatte im September nach einer sehr langen und kontroversen Diskussion den Mehrheitsbeschluss gefasst, die Netztrennung umzusetzen. Also Umbau und Rückbau der Breite Straße, Flintropstraße und Schwarzbachstraße plus neue Einbahnstraßen-Regelung Poststraße. Die untere Flintrop-Straße soll als Sackgasse (Busse frei) enden und die vordere Schwarzbachstraße wird vor den Tiefgaragen für den Individualverkehr geschlossen. Das Ergebnis war denkbar knapp (13 zu 11).

Ina ten Brinke und Daniel ten Brinke verließen im Januar die SPD und gründeten eine eigene Fraktion, die BFM. Die beiden Ex-Genossen machten sich zum Vorreiter einer Bewegung, die in der Bürgerschaft seit der "Versuchs-Schließung" der Schwarzbachstraße im vergangenen Jahr ebenfalls kontrovers diskutiert wurde und wird. Sollte nun der Rat seinen eigenen Beschluss zur Netztrennung kippen (Zwei-Drittel-Mehrheit) wäre der Weg frei für einen Ratsbürgerentscheid. Das bedeutet: Es könnte sein, dass die Netztrennung im August/September wieder aufgehoben wird. Doch die Bauarbeiten sollen bereits Ende Mai starten. Das heißt: Der Verkehr würde sich dann durch die teilweise zurückgebauten Straßen bewegen. Die Idee, der BFM, die Sperrung aufzuheben, so dass Autos nur unter 3,5 Tonnen durch die Stadt fahren können, wird schwierig. Die Verkehrsmenge bleibt. Ein (möglicher) Kompromiss wäre eine Öffnung der Schwarzbachstraße. Doch auch hier ist unklar, (und wird von Verkehrsexperten bezweifelt) ob wirklich nur die Tiefgaragen angefahren werden oder ob Autofahrer durchfahren und nicht die Seibelquerspange nutzen. Eins ist klar: So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Die tägliche Blechlawine zerschneidet die Stadt. Problematisch ist, dass Me-Impulse die After-work-Party am 5.Mai nutzt, um Unterschriften zu sammeln. Politik sollte von einer Fete getrennt werden. cz

(RP)