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Erkrath: Der Neue sieht sich um

Erkrath : Der Neue sieht sich um

Hauptkommissar Werner Heidrich ist jetzt Leiter der Erkrather Polizeiwache im Hochdahlhaus.Heute soll er vor dem Hauptausschuss über Straftaten in Hochdahl sprechen.

Den Platz für das Wasserfarbengemälde mit dem gelben Fahrrad, das Jugendliche der Behindertenwerkstatt Langenfeld ihm nach einer Verkehrserziehung schenkten, hat er schon gefunden. Seit knapp drei Wochen leitet Hauptkommissar Werner Heidrich (58) die Polizeiwache Erkrath. Als Nachfolger von Uwe Elker, der zur Direktion Gefahrenabwehr in die Führungsstelle der Kreispolizei nach Mettmann gewechselt ist. Heute spricht der neue Wachleiter vor dem Hauptausschuss über Straftaten in Hochdahl.

Für die Aufgabe beworben

Für die neue Aufgabe hatte sich Heidrich beworben. „Sie ist etwas völlig anderes als das, was ich zuletzt gemacht habe“, sagt der Polizist. Neun Jahre lang war er in der Kreisstadt Leiter des Kommissariates Vorbeugung. Teile dieser Einheit mit neun Kollegen werden im Zuge der zum 1. September greifenden Polizeistrukturreform nach und nach ins Hochdahlhaus umziehen. Hier ist dann alles angesiedelt, was mit der Vorbeugung von Kriminalität und mit Opferschutz zu tun hat.

Wie stellt sich der neue Chef seine Arbeit vor? Er mache sich noch mit Details vertraut, sagt Werner Heidrich. Noch lernt er die Stadt kennen, besucht Sitzungen der Ratsausschüsse. Mit Interesse hat er beobachtet, wie sich das Wohngebiet Stadtweiher verändert hat. Wo früher sozialer Wohnungsbau war, kümmerten sich Menschen heute um Eigentum und Grünanlagen. Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft schätzt er die Arbeitskreise in den einzelnen Stadtteilen, in denen viele Institutionen und die Polizei an einem Tisch sitzen. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Bedürfnisse abfragen und ihnen Verantwortlichkeiten übertragen, das ist ein Wunsch, den Heidrich gerne umsetzen möchte.

Kontinuierliche Gespräche mit dem Jugendamt sind ihm ebenso wichtig wie der Ausbau der Aktion Senioren-Sicherheit (ASS). „Wir wollen die Arbeit in der dunklen Jahreszeit verstärken“, betont Werner Heidrich. Was sollen alte Menschen beachten, wenn sie zum Friedhof gehen oder abends unterwegs sind? „Ich erwarte von jedem Polizeibeamten, dass er Auskunft geben kann“, sagt der Wachleiter. Den Bürgern steht er auch selbst am Telefon zur Verfügung. Die neue Struktur der Polizeiwache ist noch im Aufbau. Feste Größen sind der Streifendienst, der rund um die Uhr unterwegs ist und sechs Kollegen im Anzeigendienst.

Als Lesevergnügen schätzt der neue Wachleiter privat nicht nur Geschichtsbücher über Staatsphilosophen. Er bleibt seinem Genre treu und mag auch Krimis. Segeln auf der Ostsee oder im Stettiner Haff ist ebenso ein Hobby wie Angeln an der Wupper. Gerade lernt er das Fliegenfischen. Was dem in Hilden lebenden Familienvater von drei Kindern am Angeln so gut gefällt? „Ich finde es genial, Ruhe zu haben“, schmunzelt Heidrich.

(RP)