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Erkrath: Der Lokschuppen als Plattform der Künstler

Erkrath : Der Lokschuppen als Plattform der Künstler

Zum 18. Mal eröffnete am Freitagabend die "LOKart" in Erkrath. Im Lokschuppen erhielten 18 Erkrather Künstler die Möglichkeit, ihre insgesamt 41 Werke auszustellen und einen Jurypreis sowie eine vom anwesenden Publikum gewählte Auszeichnung zu gewinnen.

Knallig, leise oder dynamisch sind die vielfältigen Werke. Fotografien von geheimnisvollen Menschen oder der Ostsee strahlen Wehmut oder Fröhlichkeit aus; zum Kontrast zur weißen Wand des Lokschuppens hängen große und sehr farbenfrohe Leinwände aus Öl und Acryl. "Es ist eine Ausstellung mit Überraschungspotenzial", schwärmte Ute Küppersbusch, Vorsitzende des Bergischen Künstlerbundes in ihrer Begrüßungsrede.

Vielfältig wurden die Techniken der Kunst genutzt. Mitten im Raum stehen Skulpturen aus Holz, Kunstwerke aus Draht und auch hängende Gewänder aus Papier, Textil und Naturelementen. "Die Betrachter folgen dem Künstler in seine Gedankenwelt, jeder mit seiner eigenen Sichtweise", so Ute Küppersbusch. Der Erkrather Bürgermeister Arno Werner ist stolz auf "seine" Erkrather. "Es ist sehr interessant, was in Erkrath geschaffen wird. Da sehe ich viel Potenzial". Ute Küppersbusch war eine der vier Juroren, die aus den 169 eingereichten Werken die Ausstellungsstücke und zudem den Gewinner des Jurypreises mit auswählte. Der Preis ging dieses Jahr an Dirk von Salzen. Seine großflächigen, abstrakten und farbenfrohen Werke "Handschrift 13" und "Handschrift 16" aus Öl und Acryl gehören einer Kunsttechnik aus den 50er Jahren an. Die "informelle Malerei" fasziniere ihn. "Je spontaner, desto sicherer ist die Handschrift". Ein Geheimnis bleiben jedoch die kontrastreichen Kreuze und Räder in seinen Werken.

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Der zweite, vom Publikum gewählte Preis ging an Claudia Kluth mit ihren Werken aus Draht sowie Öl auf Leinwand. Sie freute sich sehr über den Preis: Eine Einzelausstellung in der Kreissparkassen-Filiale Bahnstraße. Doch nicht nur sie konnte sich freuen. "Ich bin glücklich, dass der Lokschuppen einmal im Jahr die Möglichkeit für öffentliche Kunstausstellung bietet", so die Künstlerin Irmgard Hamacher.

Begeistert davon und nun auch zum ersten Mal dabei ist Angelika Rohloff. Ihre Werke, Steelen aus bemalten Stöckchen, spiegeln das Bild der bis Montag, 26. November geöffneten Ausstellung wider. "Jedes Stöckchen ist ein Individuum und gleichzeitig Teil des Ganzen". Bürgermeister Arno Werner findet: "Diese Gemeinschaftsausstellung im Lokschuppen ist das jährliche Highlight in Erkrath". Die von der Jury am 18. September ausgewählten und ausstellenden Künstler sind: Heniette Astor, Sabine Clemens, Waltraut Geisler, Irmgard Hamacher, Hyacinta Hovestadt, Claudia Knuth, Birgit Lemm, Eva Pannée, Volker Rapp, Ines Marianne Rieth, Angelika Rohloff, Dirk von Salzen, Nicole Schwerdtfeger, Wolfgang Sendermann, Ingetraut D. Stein, Michael Trommer, Guntram Walter, Kae-He Zöllnerie.

Die Öffnungszeiten: Montag, 26. November von 10-16 Uhr (für Schulklassen ggfs. ab 8.30 Uhr)

(tega)