1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Mettmann: Der kleine, rote Weihnachtsmann

Mettmann : Der kleine, rote Weihnachtsmann

Für Gabi Jeske aus Mettmann hat ein kleiner Weihnachtsmann, der auf einer alten Pyramide aus dem Erzgebirge steht, eine ganz besondere Bedeutung. Er war schon damals dabei, als die Familie 1963 Heiligabend feierte. "Die Mutter löschte das Licht aus und zündete Kerzen an. Ich, damals vier Jahre alt, kniete vor dem Tisch und betrachtete lange die kleinen Figürchen, wie sie sich im Kreise drehten. Am liebsten hatte ich den kleinen, roten Weihnachtsmann, der einen Schlitten mit Geschenken neben sich her zog."

Weihnachten feierte die Familie in Metzkausen bei den Großeltern. Gabi musste vor der Bescherung mit Opa in der Küche warten. Die Wohnzimmertüre hatte eine kleine Milchglasscheibe und wenn alles fertig war, nahm Mutter eine Wunderkerze und zog sie einige Male daran vorbei. Das Christkind war im Wohnzimmer und brachte Geschenke. Als der Vater die Wohnzimmertüre öffnete, rannte sie los. Vielleicht konnte sie ja noch einen Blick aufs Christkind erhaschen, denn die Balkontüre war offen, ein Zeichen, dass es gerade davon geflogen ist.

Ein Schulkamerad hat Doris Dummann aus Mettmann eine ganz besondere Geschichte erzählt. Er wurde 1949 von der Lehrerin vor Weihnachten gefragt, was er sich wünsche. Dass sein Vater, der seit zehn Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft war, nach Hause käme. Als die Kinder nach dem Fest gefragt worden, ob ihre Wünsche in Erfüllung gegangen seien, sagte der Junge: "Ja, mein Vater ist einen Tag vor Heiligabend zurück gekehrt."

(RP)